Wissenschaftliches Netzwerk (DFG) zum Thema: „Lernaufgaben im Sportunterricht: Konzeption, Umsetzung und Wirkung“
Kurzbeschreibung
Das wissenschaftliche Netzwerk widmet sich der theoretischen Fundierung und empirischen Analyse von Lernaufgaben im Sportunterricht. Während Lernaufgaben in anderen Fachdidaktiken bereits fest etabliert sind, steht die Sportdidaktik vor der Herausforderung, fachspezifische Profile für eine kompetenzorientierte Aufgabenkultur zu schärfen und die Besonderheiten von Bewegung und Körperlichkeit systematisch zu integrieren.
Das wissenschaftliche Netzwerk verfolgt das Ziel, die bestehende Lücke zwischen disparaten theoretischen Konzepten und der bisher lückenhaften empirischen Evidenz zu schließen. Hierzu entwickelt das wissenschaftliche Netzwerk ein fachspezifisches Modell der Wirkungsweise von Lernaufgaben, um eine belastbare Basis für zukünftige Interventionsstudien zu schaffen. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Initiierung koordinierter Forschungsprojekte sowie die strategische Förderung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, um die evidenzbasierte Sportunterrichtsforschung nachhaltig zu stärken und international anschlussfähig zu positionieren.
Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
DFG-Projektnummer: TO 1891/1-1
Förderzeitraum: 24 Monate (2026-2028)
Kontakt: clemens.toepfer@uni-jena.de
Das NetzwerkSteuerungsgruppe
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Projektleitung: Prof. Dr. Clemens Töpfer
Prof. Dr. Clemens Töpfer
Foto: Paul IsraelExpertise im Netzwerk:
Kompetenzorientierung im Sportunterricht: Schwerpunkt Aufgabenkultur, kognitive Aktivierung, Interventionsforschung, Lernaufgaben im Lernbereich Gesundheit
Institution:
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Sportwissenschaft,
Professur Sportpädagogik/-didaktik -
Dr. Sophie Engelhardt
Dr. S. Engelhardt
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Unterrichtsqualität im Sportunterricht, Professionalisierung von Sportlehrkräften, qualitative Forschungsmethoden, Erstellung von Übersichtsarbeiten
Institution:
Universität HamburgExterner Link
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Arbeitsbereich Bewegung, Spiel und Sport
Didaktik der sprachlichen und ästhetischen Fächer (EW 4) -
Dr. Philipp Hendricks
Dr. Philipp Hendricks
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Aufgabenentwicklung und -analyse mit einem Schwerpunkt auf Mixed-Methods Research, Aufgabenentwicklung in der Leichtathletik
Institution:
Technische Universität DarmstadtExterner Link
Institut für Sport und Sportwissenschaft
Arbeitsbereich Sportdidaktik -
Prof. Dr. Michael Pfitzner
Prof. Dr. Michael Pfitzner
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Fragen der Aufgabenkultur im Sportunterricht mit Schwerpunkt auf qualitativ-rekonstruktiven Forschungsverfahren
Institution:
Universität Duisburg-EssenExterner Link
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften
Weitere Mitglieder
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Dr. Fynn Bergmann
Dr. Fynn Bergmann
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Vermittlungsmethoden in der Sportspielvermittlung, Interventionsforschung, Testentwicklung und die großflächige Implementation von Fortbildungsprogrammen
Institution:
Eberhard Karls Universität TübingenExterner Link, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Institut für Sportwissenschaft, Arbeitsbereich: Sportpsychologie und Methodenlehre
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Prof. Dr. André Gogoll
Prof. Dr. André Gogoll
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Theoriegeleitete Kompetenzmodellierung, Wissenserwerb im Sportunterricht und kompetenzorientierte Lernaufgaben
Institution:
Eidgenössische Hochschule für Sport MagglingenExterner Link (EHSM), Arbeitsbereich Sportpädagogik
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Prof. Dr. Dr. Tim Heemsoth
Prof. Dr. Dr. Tim Heemsoth
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Professionalisierung von Sportlehrkräften, u. a. bezgl. aktivierendem Unterrichtshandeln im Sinne von Bewegungsaufgaben, experimentelle Interventionsforschung
Institution:
Europa-Universität FlensburgExterner Link, Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Sportpädagogik und Sportdidaktik
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Prof. Dr. Benjamin Niederkofler
Prof. Dr. Benjamin Niederkofler
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Kompetenzorientierung im Sportunterricht mit Erfahrungen in der quasi-experimentellen Untersuchung der motorischen Kompetenzentwicklung und der kognitiven Aktivierung
Institution:
Freie Universität BozenExterner Link, Fakultät für Bildungswissenschaften,Professur für Sportpädagogik und -didaktik
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Dr. Katja Schönfeld
Dr. Katja Schönfeld
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Kognitive Aktivität und Aktivierung im Sportunterricht, qualitativ-rekonstruktiver Forschungsmethoden und Aufgabenentwicklung
Institution:
Pädagogische Hochschule FHNWExterner Link, Institut Sekundarstufe I und II, Professur für Sport und Sportdidaktik im Jugendalter
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Dr. Ulrich Theobald
Dr. Ulrich Theobald
Foto: privatExpertise im Netzwerk:
Inklusiver Sportunterricht sowie Lern- und Aufgabenformate mit Einbezug von digitalen Medien und assistiven Technologien
Institution:
Pädagogische Hochschule LudwigsburgExterner Link, Fakultät III: Teilhabewissenschaften, Institut II: Sonderpädagogische Förderschwerpunkte, Abteilung körperliche und motorische Entwicklung
Ziele
Das Netzwerk verfolgt die systematische theoretische Fundierung und empirische Weiterentwicklung von Lernaufgaben im Sportunterricht. Die Arbeit gliedert sich in zwei zentrale Zielstellungen:
1. Entwicklung und Publikation eines theoretischen Modells
Bisherige konzeptionelle Vorstellungen zu Lernaufgaben im Sportunterricht liegen weitgehend unverbunden vor. Das Netzwerk schließt diese Heuristik-Lücke durch die Erarbeitung eines umfassenden theoretischen Modells.
- Kompetenzorientierung: Das Modell dient der forschungsorientierten Konkretisierung von Lernaufgaben unter Berücksichtigung kompetenztheoretischer Perspektiven.
- Systematisierung von Wirkzusammenhängen: Auf Basis von Lehr-Lern-Theorien (u. a. Angebot-Nutzungs-Modell) werden Merkmale von Lernaufgaben, das aufgabenbezogene Handeln der Lehrkräfte sowie potenzielle Lernwirksamkeiten (Output, Outcome, Impact) strukturiert abgebildet.
- Forschungsraster: Die Modellentwicklung fungiert als Raster zur Identifikation von Forschungsdesideraten und zur Ableitung zukünftiger Erkenntnisinteressen.
- Ergebnissicherung: Die Ergebnisse münden in ein Peer-Review-Manuskript, das den aktuellen Kenntnisstand systematisiert und Anschlussstellen für die Wissenschaftscommunity definiert.
2. Konzeption evidenzbasierter Forschungsvorhaben und Drittmittelakquise
Angesichts der lückenhaften und oft explorativen Evidenzlage zum Lernen mit Aufgaben im Sportunterricht initiiert das Netzwerk neue, methodisch fokussierte Forschungsvorhaben.
- Interventionsorientierung: Ausgehend vom entwickelten Modell werden in Teilforschungsgruppen konkrete Studiendesigns entworfen, die einen Schwerpunkt auf interventionelle Ansätze legen.
- Methodische Evaluation: Die Forschungsvorhaben integrieren qualitative und quantitative Verfahren zur Prozess- und Produktevaluation, um die Konzeption und Wirksamkeit lernaufgabenbezogener Programme systematisch zu analysieren.
- Drittmittelförderung: Ein zentrales Ziel ist die Erstellung eines thematisch verknüpften Pakets von DFG-Sachbeihilfeanträgen.
- Nachwuchsförderung: Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung der wissenschaftlichen Eigenständigkeit; Post-Docs sowie Professorinnen und Professoren in frühen Karrierephasen agieren hierbei explizit als (Mit-)Antragstellende.