Pressestimmen zum Thüringen-Monitor 2025
Meldung vom: | Verfasser/in: Katrin Töpel
Pressestimmen zum Thüringen-Monitor 2025
Die Erhebung des Thüringen-Monitors 2025 der Institute für Politikwissenschaften und Soziologie hat nach der Veröffentlichung am 12. Mai 2026 zahlreiche Pressereaktionen angestoßen. Für die Studie wurden 3.838 Thüringer:innen im Zeitraum vom 2. Juni bis 4. Juli telefonisch oder online befragt. Abrufbar sind die Ergebnisse auf der Website der Thüringer StaatskanzleiExterner Link und der KomRex.
Das MDR Thüringen Journal betont in einem VideoExterner Link, dass 90 % der Thüringer:innen sich mit ihrer Heimat stark verbunden fühlen, und stellt als besonders positiv heraus, wie die Menschen in Thüringen ihre eigene Lebensqualität einschätzen – 85 % sind zufrieden mit ihrem Wohnort, 75 % fühlen sich sicher, 82 % schätzen das lebendige Vereinsleben und 90 % sehen ihre Kinder an einem guten Umfeld aufwachsen.
Im Kontrast dazu thematisieren Artikel von Thüringer AllgemeineExterner Link, Die ZeitExterner Link, MDR AktuellExterner Link, stern TVExterner Link, Jena TVExterner Link und MDR Thüringen JournalExterner Link vorrangig, dass zwar 90 % der Thüringer:innen die Demokratie als beste Staatsform ansehen, aber nur 44 % mit der Umsetzung in der Praxis zufrieden sind. Im Zuge dessen wird auch das niedrige Vertrauen in die Landesregierung (29 %) und in Bundesregierung (21 %) problematisiert.
Stefan GruhnerExterner Link – Chef der Thüringer Staatskanzlei – leitet von diesen Ergebnissen den Auftrag ab, die Wirksamkeit der Politik zu verbessern. So werden beispielsweise Bürger:innendialogeExterner Link von der Landesregierung als ein Mittel für mehr Partizipation gesehen. Das sinkende Vertrauen in die Landesregierung wird von der Thüringer AllgemeinenExterner Link neben den multiplen Krisen unserer Zeit auch auf die Koalition von CDU, SPD und BSW zurückgeführt. Die ZeitExterner Link ergänzt die Diskussion um Demokratieunzufriedenheit damit, dass diese jedoch nicht zu einem erhöhten Zuspruch für andere Gesellschaftsordnungen geführt hat und Polizei sowie Gerichte ein hohes Vertrauen der Thüringer Bevölkerung genießen. Abgeordnete der LinksparteiExterner Link sehen aufgrund der Ergebnisse des Thüringen Monitors 2025 den gesellschaftlichen Zusammenhalt unter Druck und mahnen, dass soziale Unsicherheit nicht gegen Minderheiten gelenkt werden dürfe.
Die gleichbleibend relativ weite Verbreitung von populistischen (über 50 %) und rechtsextremen (18 %) Gesinnungen findet ebenfalls große Beachtung in der ZeitExterner Link, MDR AktuellExterner Link, die Thüringer AllgemeineExterner Link und Jena TVExterner Link. Stern TVExterner Link hingegen betont den Rückgang von sowohl Überfremdungsangst als auch ethnozentristischen Einstellungen und einem starken Nationalgefühl. Noch im Jahr davor wurden unter anderem von der FAZExterner Link Höchstzahlen der Angst vor einer „gefährlichen Überfremdung“ diskutiert.