Hauptergebnisse der ReDiCare-Studie veröffentlicht

Beratung und telefonische Therapie für pflegende Angehörige

Pflege zu Hause

Foto: @Vivid Vista, stock.adobe.com
Pflege zu Hause

Pflegende Angehörige älterer Menschen erleben häufig erhebliche psychische Belastungen. Im Rahmen der randomisiert-kontrollierten ReDiCare-Studie haben wir ein gestuftes Interventionskonzept bestehend aus einer problemlösungsorientierten Pflegeberatung und einer bei Bedarf anschließenden telefonbasierten psychotherapeutischen Unterstützung entwickelt und in einer randomisiert-kontrollierten Studie in Kooperation mit den Pflegekassen AOK Bayern und AOK Baden-Württemberg unter Routinebedingungen evaluiert. Insgesamt nahmen 437 pflegende Angehörige teil.

Der Artikel zu den Hauptergebnissen der Studie ist nun open access im Journal of Consulting and Clinical Psychology erschienen. HierExterner Link geht's direkt zum Artikel!

Die Ergebnisse zeigen, dass die gestufte Intervention innerhalb von bestehenden Strukturen der Regelversorgung umsetzbar war und depressive Symptome von pflegenden Angehörigen zu allen Messzeitpunkten reduzierte. Die Studie unterstreicht damit das Potenzial bedarfsorientierter und niedrigschwelliger Unterstützungsangebote für die nachhaltige Implementierung evidenzbasierter Interventionen für pflegende Angehörige in die Regelversorgung.


Literatur

Töpfer, N. F., Pfeiffer, K., Wrede, N., Büchele, G., & Wilz, G. (2026). Effectiveness of stepped counseling on depression in distressed family caregivers of older adults: A randomized pragmatic trial (ReDiCare). Journal of Consulting and Clinical Psychology, 94(5), 293–304. https://doi.org/10.1037/ccp0001004Externer Link