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Schillertag 2026: Universität Jena feiert ihren wissenschaftlichen Nachwuchs

Blick in die vollbesetzte Aula der Uni Jena während der Festveranstaltung zum Schillertag am 26. Juni 2026.

Foto: Nicole Nerger (Universität Jena)
Blick in die vollbesetzte Aula der Uni Jena während der Festveranstaltung zum Schillertag am 26. Juni 2026.

Meldung vom: | Verfasser/in: Stephan Laudien
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Uni-Präsident Prof. Dr. Andreas Marx eröffnet den Schillertag 2026 in der Aula der Uni Jena.

Foto: Nicole Nerger (Universität Jena)

Friedrich Schiller, der Namenspatron der Universität Jena, hielt im Mai 1789 seine Antrittsvorlesung in Jena. Er sprach zum Thema »Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?«. Sie ist Anlass für den »Schillertag«, der in diesem Jahr am heutigen 26. Juni gefeiert wird. Traditionell werden an diesem Tag die Promovierten der vergangenen zwölf Monate geehrt und die besten Dissertationen ausgezeichnet.

Prof. Dr. Andreas Marx, der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität, betonte in seiner Eröffnungsrede an die frisch Promovierten, dass Wissenschaft aktuell wichtiger denn je sei – und zugleich stärker herausgefordert werde als lange zuvor. »Wir erleben globale Krisen, politische Spannungen und gesellschaftliche Polarisierung«, so der Präsident. »Wissenschaftliche Erkenntnisse werden öffentlich diskutiert, manchmal hinterfragt und manchmal sogar gezielt angegriffen. Gerade deshalb braucht unsere Gesellschaft Menschen, die kritisch denken, sorgfältig prüfen und faktenbasiert argumentieren.«

Der Festredner Prof. Dr. Johannes Grave sprach von der Wiedergewinnung von Zukunftsoffenheit. Obwohl sich gegenwärtig unter dem Eindruck multipler Krisen die Handlungsspielräume zu verengen scheinen und sich Zukunftsszenarien verdüstern, böten Bilder die Möglichkeit, Spielräume des Denkens und Imaginierens zurückzugewinnen. Grave, seit 2019 Professor für Neuere Kunstgeschichte in Jena und Leibniz-Preisträger, erinnerte an die Zeit der Restauration vor 200 Jahren, als schon einmal die bestehende Ordnung als alternativlos dargestellt worden sei. Auch damals gelang es, die Stagnation zu überwinden.

Katharina Eckstein wird mit dem Rowena-Morse-Preis ausgezeichnet 

Im Anschluss an den Festvortrag erhielten die anwesenden der insgesamt 557 Doktorinnen und Doktoren, die im vergangenen akademischen Jahr in Jena promoviert wurden, ihre Urkunden. Die Besten des wissenschaftlichen Nachwuchses standen danach im Mittelpunkt der Feier. Mit dem diesjährigen Rowena-Morse-Preis für fortgeschrittene Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wurde PD Dr. Katharina Eckstein geehrt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Jena finanziert.

Katharina Eckstein schloss im Juli 2024 erfolgreich ihre Habilitation ab, ihre Arbeit trägt den Titel »Democracy Starts Small: The Role of Experiences in School and Beyond for Youth’s Political Development«. In der Würdigung der Preisträgerin heißt es, Katharina Eckstein sei eine überaus profilierte Wissenschaftlerin im Bereich der demokratischen Bildung und Forschung zur politischen Entwicklung junger Menschen. Dieses gesellschaftlich hochaktuelle Themenfeld entspreche in besonderer Weise den Profillinien der Universität Jena und den inhaltlichen Schwerpunkten der laufenden Exzellenzbewerbung. Mit großem Erfolg leite die Preisträgerin seit April 2025 die Arbeitsgruppe Pädagogische Psychologie und den Lehr- und Forschungsbereich der Pädagogischen Psychologie am Institut für Psychologie.

PD Dr. Katharina Eckstein mit der Urkunde des Rowena-Morse-Preises, mit dem sie zum Schillertag am 26. Juni 2026 ausgezeichnet wurde.

Foto: Nicole Nerger (Universität Jena)

Dissertationspreise für herausragende Arbeiten

Die mit jeweils 750 Euro dotierten Dissertationspreise werden ebenfalls von der Freundesgesellschaft gestiftet. Ausgezeichnet wurden Dr. Rahel Fuchs (Theologische Fakultät), Dr. Marian Thielemann (Rechtswissenschaftliche Fakultät), Dr. Martina Buratti (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Dr. Riccarda Funk (Philosophische Fakultät), Dr. Antonie Louise Bierling (Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften), Dr. Benjamin Böhm (Fakultät für Mathematik und Informatik), Dr. Alexander Jercher (Physikalisch-Astronomische Fakultät), Dr. Nicolai ter Horst (Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät), Dr. Beatrix Maria Heinze (Fakultät für Biowissenschaften) und Dr. Edda Matthees (Medizinische Fakultät).

Kontakt:

Judith Malsam

Graduierten-Akademie
Judith Malsam
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