Sportliche Herausforderung trifft Managementpraxis

Im Kurs „Outdoor-Individualsportarten: Bike & Water Operations” verbanden Studierende sportpraktische Leistungsfähigkeit mit Technik, Ausdauer sowie der professionellen Planung und Steuerung von Outdoor-Aktivitäten.

Outdoorsport

Foto: Markus Döring
Outdoorsport

Sportliche Herausforderung trifft Managementpraxis: Outdoor-Individualsportarten im Bachelor Sportmanagement

Im Kurs „Outdoor-Individualsportarten: Bike & Water Operations” verbanden Studierende sportpraktische Leistungsfähigkeit mit Technik, Ausdauer sowie der professionellen Planung und Steuerung von Outdoor-Aktivitäten.

Sportmanagerinnen und Sportmanager planen, organisieren und verantworten sportliche Angebote. Um die damit verbundenen Anforderungen realistisch einschätzen zu können, ist jedoch auch ein eigenes Verständnis für sportliche Belastungen, technische Anforderungen und gruppendynamische Prozesse von großer Bedeutung.

Der Kurs „Outdoor-Individualsportarten: Bike & Water Operations” setzte genau an dieser Verbindung an. Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Sportmanagement waren nicht nur für organisatorische und managementbezogene Aufgaben verantwortlich, sondern mussten zugleich eigene sportpraktische Leistungen erbringen.
Im Mittelpunkt standen dabei die drei Bereiche Technik, Fitness und Ausdauer. Ergänzt wurden diese durch Kompetenzen in Projektmanagement, Tourenplanung, Gruppenführung, Sicherheits- und Risikomanagement sowie Evaluation.

Die Lehrveranstaltung folgte damit einem integrativen Ansatz: Sportliche Anforderungen sollten nicht nur theoretisch analysiert, sondern aktiv erlebt, bewältigt und anschließend aus Sicht des Sportmanagements reflektiert werden.

Bike Operations: Technik, Ausdauer und sicheres Handeln

Im Bereich Bike Operations standen sowohl die sportpraktische Leistungsfähigkeit als auch die technische Handlungssicherheit im Mittelpunkt.

Die Studierenden absolvierten unterschiedliche Gravel- und Fahrradtouren und mussten dabei längere Belastungen bewältigen, ihr Tempo angemessen steuern und die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen. Eine solide Grundlagenausdauer, Konzentrationsfähigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Energiereserven waren wichtige Voraussetzungen.

Gleichzeitig wurden zentrale fahrtechnische und sicherheitsrelevante Kompetenzen vermittelt und praktisch angewendet. Dazu gehörten:

  • Bike- und Sicherheitschecks
  • sichere Fahrradbeherrschung
  • Brems- und Fahrtechnik
  • angepasstes Fahren auf unterschiedlichen Untergründen
  • effizientes Schalten und ökonomisches Fahren
  • Pacing und individuelle Belastungssteuerung
  • Navigation und Orientierung
  • Verhalten und Kommunikation in der Gruppe
  • Pannenmanagement und technische Problemlösung

Die Studierenden konnten unmittelbar erfahren, wie eng technische Sicherheit, körperliche Leistungsfähigkeit, Belastungssteuerung und die Organisation einer Gruppe miteinander verbunden sind.

ater Operations: Paddeltechnik, Koordination und Ausdauer

Auch bei den Kajakeinheiten wurden sportliche Anforderungen mit organisatorischen und sicherheitsbezogenen Aufgaben verknüpft.

Nach einer Einführung in Ausrüstung und Sicherheitsstandards wurden grundlegende Techniken des Kajakfahrens praktisch vermittelt. Dazu gehörten der effiziente Vorwärtsschlag, Steuer- und Bremsmanöver, Richtungswechsel sowie das sichere Ein- und Aussteigen.

Neben der technischen Ausführung waren koordinative Fähigkeiten, Kraftausdauer und eine ökonomische Bewegungsgestaltung gefragt. Die Studierenden lernten, den gesamten Oberkörper in die Paddelbewegung einzubeziehen und das Kajak auch über längere Zeit kontrolliert und effizient zu bewegen.

Weitere Schwerpunkte waren:

  • Bootskontrolle
  • effiziente Paddeltechnik
  • Steuer- und Bremsmanöver
  • Orientierung auf dem Wasser
  • Gruppenführung und Kommunikation
  • sicheres Anlanden
  • Verhalten bei möglichen Zwischenfällen

Dadurch wurde unmittelbar erfahrbar, wie Technik, körperliche Leistungsfähigkeit und Sicherheitsverhalten zusammenwirken.

Managementkompetenzen unter realen sportlichen Bedingungen

Die sportpraktischen Anforderungen wurden gezielt mit den im Studium erworbenen Managementkompetenzen verbunden.

Die Studierenden übernahmen Verantwortung für unterschiedliche Phasen der Veranstaltung – von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur abschließenden Evaluation.

Hierzu gehörten insbesondere:

  • Projekt- und Ablaufplanung
  • Routen- und Tourenplanung
  • Rollen- und Aufgabenverteilung
  • Zeit- und Ressourcenmanagement
  • Sicherheits- und Risikomanagement
  • Gruppenführung und Kommunikation
  • Entwicklung von Alternativ- und Abbruchszenarien
  • Dokumentation und Evaluation

Die eigene sportpraktische Erfahrung bildete dabei eine wichtige Grundlage für fundierte Managemententscheidungen. Belastungen, technische Anforderungen, Gruppendynamiken und Sicherheitsaspekte konnten nicht nur theoretisch eingeschätzt, sondern unmittelbar erlebt und reflektiert werden.

Sportpraxis als Bestandteil professioneller Handlungskompetenz

Der Kurs verdeutlichte, dass Sportmanagement weit über administrative und wirtschaftliche Aufgaben hinausgeht.

Wer sportliche Angebote, Outdoor-Veranstaltungen oder sporttouristische Aktivitäten plant und verantwortet, sollte auch die körperlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen der jeweiligen Sportart verstehen.

Die Kombination aus Sportpraxis, technischer Ausbildung und Managementaufgaben ermöglichte den Studierenden einen umfassenden Kompetenzgewinn. Sie verbesserten ihre Ausdauer und sporttechnische Handlungssicherheit, sammelten Erfahrungen in der Bewältigung unterschiedlicher Belastungen und lernten gleichzeitig, Outdoor-Aktivitäten professionell und verantwortungsvoll zu planen.

Der Kurs verband damit drei zentrale Kompetenzbereiche: Sportliche Leistungsfähigkeit – technische Handlungssicherheit – professionelles Sportmanagement.