- Beginn
- Ende
- Veranstaltungsarten
- Kulturveranstaltung
- Ort
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"Zur Rosen"
Johannisstraße 13, Auditorium
07743 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link - Es moderiert
- Wolfram Tschiche
- Es referiert
- Natalka Sniadanko
- Organisiert von
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Thüringer Landeszentrale für politische Bildung
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Internationales Büro
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Autorenlesung mit der ukrainischen Schriftstellerin Natalka Sniadanko
„Weil die Wunden Vögel werden“ – ukrainische Literatur im Krieg“
Natalka Sniadanko
Foto: Kateryna Slipchenko
Diese Veranstaltung ist beendet.
Veranstaltungseckdaten
Wolfram Tschiche & Natalka Sniadanko
Foto: Diana HoncharenkSeit Jahren wird die Ukraine in Deutschland vor allem mit Krieg, Gefahr und Zerstörung verbunden. In den letzten Monaten hat sich dieses Bild noch verstärkt: Die Ukraine steht für einen Vernichtungskrieg. Jedoch ist die Ukraine mehr als das – sie ist auch ein Land voller Literatur, Kultur und tiefgehender menschlicher Geschichten.
Um die andere Seite kennenzulernen, wird Natalka Sniadanko aus dem Briefwechsel mit ihrer Berliner Kollegin Tanja Dückers lesen.
Diese berührenden Briefe sind im Rahmen des Projekts „Weiter schreiben“ veröffentlicht worden und sie sind ein persönlicher und literarischer Ausdruck ihrer Beobachtungen im Zusammenhang des Krieges.
Darüber hinaus werden - unter Mitwirkung von Wolfram Tschiche - weitere Texte von ukrainischen Autoren und Autorinnen vorgestellt. Texte, mit denen die Teilnehmenden bekanntgemacht werden sollen, finden sich u. a. in der ukrainisch-polnisch-deutschen Literaturzeitschrift RADAR sowie auch in der Zeitschrift „die Horen“. Diese Texte erzählen nicht nur vom Krieg, sondern von den Gefühlen, Hoffnungen und Träumen der Menschen, die diesen Krieg erleben. Sie schaffen einen kulturellen Dialog und bauen Brücken zwischen verschiedenen Lesern und Kulturen. Die vorzustellenden Autorinnen und Autoren sind hierzulande kaum bekannt – ihre Stimmen verdienen es aber, gehört zu werden.
Es wird der Versuch unternommen, eine Ukraine - jenseits der Schlagzeilen- authentisch, emotional und facettenreich erlebbar zu machen. Natalka Sniadanko und Wolfram Tschiche werden die Teilnehmenden auf eine Reise durch die ukrainische Literatur mitnehmen, die das Verständnis für ein Land vertieft, das mehr ist als nur Konflikt und Krieg.
Ankündigungstext: Wolfram Tschiche
Kurzbiographie: Natalka Sniadanko
Geb. in Lviv (Ukraine) 1973. Freie Authorin, Übersetzerin, Publizistin. Studierte in Lviv und Freiburg im Breisgau. Übersetzt aus dem Deutschen (u.a. Franz Kafka, Friedrich Dürrenmatt, Günter Grass, Stefan Zweig, Elfride Jelinek, Karl May, Herta Müller, Judith Hermann, Zigmund Freud) und Polnischen (Zbigniew Herbert, Jarosław Iwaszkiewicz, Czesław Miłosz, Jan Brzechwa, Janusz Wiszniewski, Johanna Bator u.a.). Publiziert in der ukrainischen und internationalen Presse: Ukrainska prawda (Ukraine), Gazeta Wyborcza (Polen), Odra (Polen), Süddeutsche Zeitung, Welt (Deutschland), Neue Zürcher Zeitung, du (Schweiz), New York Times. Seit 2009 ist sie in der Redaktion der polnisch-deutsch-ukrainischen Literaturzeitschrift RADAR und Autorin von zehn Prosabänden. Ihre Texte wurden in Polen, Russland, Belarus, Tschechien, Deutschland, Österreich, Schweiz und USA übersetzt und veröffentlicht. Sie bekam unterschiedliche Preise und Stipendien, zuletzt den Joseph Conrad Preis des Polnischen Institutes in Kiew im jahr 2011 und ein Stipendium des polnischen Kulturministeriums in Krakau. Seit 2022 ist sie korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Drei Ihre Romane sind bis jetzt auf Deutsch publiziert: "Sammlung der Leidenschaften" (Übersetzung von Anja Lutter), 2007 bei dtv, München und 2017 bei Haymon, Innsbruck. „Frau Müller hat nicht die Absicht mehr zu bezahlen“ (Übersetzung von Lydia Nagel), 2016 bei Haymon, Innsbruck. „Der Erzherzog, der den Schwarzmarkt regierte, Matrosen liebte und mein Großvater wurde“ erschien bei Haymon 2021 in der Übersetzung von Maria Weissenböck. Sie lebt und promoviert gegenwärtig in Leipzig.
Kurzbiographie: Wolfram Tschiche
Jahrgang 1950; Studium der Theologie in Halle/ Saale. und Naumburg; seit Ende der 60er Jahre in der DDR-Opposition engagiert und zunehmend an „illegaler“ Bildungsarbeit beteiligt, u. a zu Menschenrechten, Analyse und Kritik des „Realen Sozialismus“; Gegenwartsphilosophie und Philosophiegeschichte. 1989/ 90 Mitglied des Neuen Forum; 1990 Mitarbeiter im Verein für politische Bildung und soziale Demokratie e.V.; 1991 - 1993 Leiter des Leipziger Büros der Heinrich-Böll-Stiftung
Seit Ende 1993 freiberuflich vor allem in der politischen und philosophischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig, u. a. in Jugendbildungsstätten, Gymnasien, Hochschulen, kirchlichen, jüdischen und kulturellen Einrichtungen sowie in bzw. im Auftrag von Institutionen der politischen Bildung; Initiierung von zahlreichen Osteuropa-Seminaren und Zeitzeugenprojekten, die sich mit der mittelosteuropäischen Dissidentenbewegung auseinandersetzen sowie Seminarangebote in den Bereichen: Philosophie, Theologie/ Religion. Literatur und Geschichte. Publikationen und Mitherausgeber von Publikationen zu politischen und philosophischen Themen.
Jüngste Veröffentlichung als Mitherausgeber und Autor: „Durch den Eisernen Vorhang nach Europa. Osteuropa nach 1989“ (Leipzig 2024).
2019 erfolgte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue.