- Beginn
- Ende
- Veranstaltungsarten
- Tagung / Konferenz
- Ort
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Zwätzengasse 12, Seminarraum Z12
07743 Jena
Google Maps – LageplanExterner Link - Organisiert von
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Fabian Reichel
- fabian.reichel@uni-jena.de
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Prof. Lambert Wiesing
- Kontakt
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Fabian Reichel
- fabian.reichel@uni-jena.de
- Veranstaltungssprache
- Deutsch
- Barrierearmer Zugang
- nein
- Öffentlich
- nein
- Anmeldung erforderlich
- ja
Symposium: Wahrnehmung – Aufmerksamkeit – Variabilität.
Gibt es eine Geschichte des Sehens?
Imaginamics - Praktiken und Dynamiken sozialen Imaginierens
Foto: Imaginamics / Public Hub
Spätestens seit den 1970er Jahren ist die Meinung, dass die visuelle Wahrnehmung weder universell noch konstant, sondern kulturell und historisch variabel sei, in den Geisteswissenschaften weit verbreitet. Die „Geschichte des Sehens“ kann als regelrechter Topos gelten; ein Topos, von dem es allerdings verschiedene Spielarten gibt. Schon die zwei prominentesten frühen Vertreter dieser These – Heinrich Wölfflin und Walter Benjamin – liegen mit ihren Ansätzen weit auseinander. Doch was ist überhaupt gemeint, wenn von einer Geschichte des Sehens gesprochen wird? Geht es darum, wie die Welt für Menschen aus verschiedenen Epochen ausgesehen hat, oder um Unterschiede der Aufmerksamkeit? Und wie können wir wissen, ob sich die kollektive Sichtweise oder die visuelle Aufmerksamkeit verändert, wenn wir keinen ‚Zugang‘ zum Bewusstsein der damals lebenden Menschen haben?
Im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Der Topos von der Geschichte des Sehens. Das Problem der Variabilität von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit“ wird an genau solchen Fragen gearbeitet. Es geht darum, wiederkehrende Argumentationsmuster zu identifizieren, deren implizite Annahmen offenzulegen, und herauszufinden, was einer kritischen Prüfung tatsächlich standhält. Kurz gesagt: Das Ziel ist ein besseres Verständnis von den Möglichkeiten und Grenzen perzeptueller Variabilität.
Das Symposium „Wahrnehmung – Aufmerksamkeit – Variabilität. Gibt es eine Geschichte des Sehens?“ ist ein zentraler Bestandteil dieses Forschungsprojekts. Es versammelt Expertinnen und Experten, die gegenwärtig zu diesen Themen arbeiten, und spiegelt so die Breite des Diskurses wider. Dabei sollen die unterschiedlichen Positionen miteinander ins Gespräch gebracht werden, um sich einer Antwort auf die Frage anzunähern, ob und in welchem Sinne von einer Geschichte des Sehens die Rede sein kann.
Das Symposium wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Exzellenzcluster Imaginamics.
Anmeldung per Email: fabian.reichel@uni-jena.de
Programm
Donnerstag, 1. Oktober 2026
15:15 Uhr
Eröffnung
Lambert Wiesing (Projektleiter)
Fabian Reichel (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt)
15:30 Uhr
Global Aesthetics and the Geography of Perception
Bence Nanay (Universität Antwerpen)
16:45 Uhr
Blickkontakt. Kunsterfahrung und Aura im postdigitalen Zeitalter
Hanna Brinkmann (Universität Krems)
17:45 Uhr
Die Geschichte der Kunstbetrachtung empirisch erforschen: Historische Rezeptionsmedien und transkulturelle Eye-Tracking-Experimente
Raphael Rosenberg (Universität Wien)
Freitag, 2. Oktober 2026
09:00 Uhr
Style and St-AI-le. Historicity of Perception in the Algorithmic Age
Andrea Pinotti (Universität Mailand)
10:15 Uhr
Vom Unsinn radikaler Positionen: Von der „language theory of vision“ zur „pictorialisation of vision“
Berthold Hub (Universität Wien)
11:15 Uhr
Zwei Begriffe des Sehens, vier Begründungen der Geschichtlichkeit des Sehens: Eine Typologie
Fabian Reichel (Universität Jena)
14:00 Uhr
Das sichtbare und das unsichtbare Geschlecht
Silvia Stoller (Universität Wien)
15:00 Uhr
Gibt es eine Philosophie der Wahrnehmung, die eine Geschichte der Wahrnehmung erlaubt?
Lambert Wiesing (Universität Jena)
16:15 Uhr
Vision Historicism and Experiential Time Travel
Jakub Stejskal (Universität Brünn)
Diese Veranstaltung ist beendet.