Ein wertvoller Beitrag zu Forschung und Lehre

Die Museen und Sammlungen spiegeln mehr als 450 Jahre Forschungs- und Wissenschaftsgeschichte wider.

Ein Mann arbeitet in einem modernen, hellen Büro. Hinter ihm hängt der Uni-Wandkalender 2027.

Grafik: KI-generiert
Ein Mann arbeitet in einem modernen, hellen Büro. Hinter ihm hängt der Uni-Wandkalender 2027.
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Der Wandkalender 2027

Der zentrale Wandkalender der Uni Jena widmet sich jährlich einem Thema. Im Jahr 2027 zeigt er mit einer bunten Collage auf dekorative Weise die Vielfalt der Museen und Sammlungen.

Die Kustodie betreut die Denkmäler und den Kunstbesitz der Universität Jena. Die Kunstsammlung wurde bereits im 16. Jahrhundert gegründet und umfasst Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Universitätsmedaillen und andere kunsthandwerkliche Gegenstände. Zudem werden hier die Universitätsinsignien und die Talare für akademische Festveranstaltungen verwahrt. Zu den zentralen Objekten der Sammlung zählen eine Bildnisreihe Jenaer Professoren aus fünf Jahrhunderten, Monumentalgemälde bedeutender Künstler wie Ferdinand Hodler, Ludwig von Hofmann und Erich Kuithan sowie plastische Werke von Auguste Rodin und Bildobjekte von Imi Knoebel.

Einige Objekte befinden sich zugänglich im öffentlichen Raum, bspw. Gemälde im Universitätshauptgebäude, die Denkmäler der Via Triumphalis oder die Plastik Garrison von Frank Stella auf dem Ernst-Abbe-Platz. Darüber hinaus betreut die Kustodie auch den historischen Karzer mit Malereien von Martin Disteli. Dieser und andere Werke sind nur im Rahmen einer Führung mit vorheriger Anmeldung zu besichtigen.

Zur Kustodie

Babett Forster, Dr.

Leitung
Kustodie
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Frommannsches Anwesen, Raum 203a, Majorflügel
Fürstengraben 18
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link
Sprechzeiten:
Donnerstag, 13.00 bis 14.00 Uhr

Die Antikensammlungen

Im Treppenhaus des Instituts für Altertumswissenschaften steht eine Gipsstatue der Venus von Milo.

Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Sammlung von Abgüssen Antiker Plastik

Im Jahr 1846 gründete der Altphilologe Carl Wilhelm Goettling das Archäologische Museum der Universität, welches neben der Ausbildung von Studenten an Originalen auch der Bildung breiter Bevölkerungsschichten dienen sollte. Zahlreiche Schenkungen und Ankäufe bereicherten vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jhs. den Bestand, der schließlich 604 Gipsabgüsse antiker Skulpturen und mehr als 1700 antike Keramiken, Terrakotten, Kleinbronzen, Öllampen und Gläser aus dem Mittelmeerraum vom 3. Jt. v. Chr. bis zum 4. Jh. n. Chr. umfasst.

Nach Auflösung des Museums 1962 waren die Bestände magaziniert. Teile der Abgusssammlung sind heute wieder an mehreren Standorten in der Stadt aufgestellt. Im Jahr 2011 bezogen die Sammlungen ein neues Schaudepot, wo im Rahmen der universitären Lehre intensiv mit den Objekten gearbeitet wird. Auf Anfrage sind auch Führungen für Gruppen möglich. Seit 2018 gibt es zusätzlich die Möglichkeit der Präsentation von Sonderausstellungen in den historischen Räumen des »Schwarz’schen Hauses« am Fürstengraben 25.

Zu den Antikensammlungen

Auf einem Podest in der Sammlung Antiker Kleinkunst stehen antike Glasgefäße aus Garizim.

Foto: Jens Meyer (Universität Jena)

Sammlung Antiker Kleinkunst

Zusammen mit einer umfangreichen Sammlung von Gipsabgüssen antiker Plastik war diese Sammlung bis 1962 Teil des Archäologischen Museums der Friedrich-Schiller-Universität Jena und umfasst vor allem Keramik, Terrakotten und Kleinbronzen von der mykenischen bis in die römische Zeit.

Den Grundstock legte 1846 eine Schenkung von Herzog Joseph von Sachsen-Altenburg. Darunter waren attische und etruskische Keramiken aus dem 6. und 5. Jahrhundert vor Christus, die aus etruskischen Gräbern stammten. Sie gehörten vorher dem italienischen Sammler Giovanni Pietro Campana, der sie gegen einen Adelstitel eintauschte. Das berühmteste Stück ist eine schwarzfigurige Amphore des Vasenmalers Sophilos aus dem frühen 6. Jahrhundert vor Christus.

Der Jenaer Gelehrte Carl Wilhelm Göttling kaufte weitere Stücke auf Reisen nach Italien und Griechenland. Er gründete 1846 auch das Archäologische Museum, das zunächst im Jenaer Stadtschloss war, bevor dort ab 1904 das heutige Universitätshauptgebäude stand. Anfang des 20. Jahrhunderts erweiterten Ferdinand Noack und Botho Graef die Sammlung. Sie wollten möglichst viele Epochen und Kunstformen zeigen – auch für die Lehre. Bis in die 1940er-Jahre kamen weitere Schenkungen hinzu, etwa 1902 die „Schliemann-Dubletten“ aus Berlin und 1919 eine Sammlung von 138 antiken Glasgefäßen aus Palästina.

Zur Sammlung Antiker Kleinkunst

Alte Gold- und Silber-Münzen liegen auf einer Glasplatte hinter der weitere Münzen zu sehen sind.

Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Akademisches Münzkabinett

Diese Sammlung wurde zwischen 1846 und 1920 zu Lehrzwecken zusammengetragen. Sie umfaßt über 5000 griechische, römische und mittelalterliche Münzen mit Schwerpunkt auf Prägungen des römischen Staates vom 3. Jh. v. Chr. bis ins 6. Jh. n. Chr. (Republik, Kaiserzeit, Spätantike).

Den bedeutendsten Teil des Akademischen Münzkabinetts, eine Dauerleihgabe der Stiftung Weimarer Klassik, bildet mit mehr als 4000 Objekten die für alle Epochen des römischen Reiches repräsentative Sammlung des preußischen Oberstleutnants Friedrich Wilhelm Schmidt (gest. 1845) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Zur Münzsammlung

Antikensammlungen

Fürstengraben 25
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Öffnungszeiten:
Wechselnde Öffnungszeiten im Rahmen
von Sonderausstellungen und Besichtigungen auf Nachfrage

»Villa Medusa« – so bezeichnete der Zoologe Ernst Haeckel sein zweistöckiges Wohnhaus in der Nähe seiner Wirkungsstätte, dem Zoologischen Institut der Universität Jena. Der Name rührte daher, dass er sich insbesondere mit Quallen (Medusen) beschäftigte. Der in Jena fast 50 Jahre als Professor wirkende Anhänger von Darwin bestimmte noch zu Lebzeiten, dass die Villa nach seinem Tod als »Institut für Allgemeine Entwicklungslehre« mit Museum und Archiv dienen sollte. Heute gehört das Ernst-Haeckel-Haus zum Institut für Zoologie und Evolutionsforschung. Die umfangreichen Sammlungen werden sowohl in der Lehre als auch in der Forschung intensiv genutzt.

Manuskripte, Briefe, Zeichnungen, Gemälde, Fotos und Druckschriften legen Zeugnis über das Leben und Wirken Haeckels ab. Vor allem das original eingerichtete Arbeitszimmer gewährt Einblicke in die wissenschaftliche Atmosphäre um 1900.

Zum Ernst-Haeckel-Haus

Ernst-Haeckel-Haus

Berggasse 7
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Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. nach Absprache

Der begeisternden Wissenschaftskommunikation zur Geschichte und aktuellen Forschung in der Optik und Photonik hat sich das Team des D.O.M. verschrieben. Wir verwahren Technisches Kulturgut aus über 500 Jahren Optikgeschichte, darunter mehrere hundert Mikroskope, die bedeutendsten Brillensammlungen und das mit 140.000 Proben größte Glasarchiv der Welt. Zu den umfangreichen Archivbeständen zählen 16.000 historische Firmenschriften in Form technischer Gebrauchsanweisungen und Kataloge.

Die interaktive Dauerausstellung eröffnen wir gegen Ende 2028. Als Alleinstellungsmerkmal des D.O.M. dürfen die Besuchenden auf 3.100 m² die physikalischen Phänomene der Optik an dutzenden historischen optischen Instrumenten selbst begreifen. Für die Forschung halten wir die umfangreichen
Sammlungen auch während der Baumaßnahmen dauerhaft zugänglich und sind parallel als internationaler Leihgeber aktiv.

Zum Deutschen Optischen MuseumExterner Link

Stiftung Deutsches Optisches Museum

Hans-Knöll-Straße 1
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Das Herbarium Haussknecht wurde 1896 von Carl Haussknecht (1838–1903) in Weimar als private Einrichtung gegründet, in der die umfangreichen Sammlungen des Gründers in einem separaten Gebäude, gleichwohl der Öffentlichkeit zugänglich, untergebracht waren. Nach dem Tod von Haussknecht im Jahre 1903 und der Einrichtung einer Stiftung aus seinem Nachlass wurden die Sammlungen von Joseph Bornmüller (1862–1948) gepflegt und erweitert. Derzeit beherbergt das Herbarium Haussknecht ungefähr 3,6 Millionen Pflanzenbelege und ist eines der großen europäischen Herbarien. Seit April 2024 ist es Teil des Senckenberg Institutes für Pflanzenvielfalt, ein Kooperationsinstitut zwischen der Universität Jena und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Die Bilder zeigen ...

  • den Herbarbeleg eines aus der Türkei stammenden Krokusses (Crocus scharojanii Rupr., drei Pflanzen), gesammelt von Benedict Balansa im August 1866.
  • ein Landschaftsaquarell einer iranischen Berglandschaft, gezeichnet von Franz Theodor Strauß (1859–1911).
  • ein aus dem Jahre 1711 stammendes, von dem Erfurter Rathsherrn Sigismund Friese (1673–1754) aufwendig und sorgfältig gestaltetes Herbarium. Es enthält getrocknete, gepresste und auf einzelne Seiten aufgeklebte Heilpflanzen und deren Wirkung. 
  • einen Band des von G. Jan herausgegebenen mehrbändigen Werkes »Oesterreichs Flora« (1815–1817). Es enthält getrocknete und gepresste, mit Seidenbändchen fixierte Pflanzen aus dem damaligen Gebiet Österreich-Ungarns. Vorgestellt wurde es 1815 auf dem Wiener Kongress und direkt angekauft von dem dort anwesenden Karl August, Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Zum Herbarium Haussknecht

Herbarium Haussknecht (JE)

Universitätshauptgebäude
Fürstengraben 1
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Öffnungszeiten:
Ein Besuch der Sammlung ist nach vorheriger Absprache möglich.

Das Phyletische Museum und seine Sammlung

Seit mehr als 100 Jahren ist das von Ernst Haeckel gegründete Phyletische Museum ein Schmuckstück der Universität und der Stadt Jena. Die Verbindung von Wissenschaft und Kunst, Kern der Naturphilosophie Haeckels, bestimmt das Erscheinungsbild des Hauses und ist in den 1996 aufwändig restaurierten Medusen an der Decke des Medusensaals offensichtlich. Haeckel hat Medusen wissenschaftlich beschrieben und einige Arten sind als wertvolle Typusexemplare in der Sammlung zu finden.

Die zoologisch-paläontologische Sammlung des Museums beherbergt über eine Million Objekte und reicht historisch bis in das 18. Jahrhundert zurück, als Johann Wolfgang von Goethe für das damalige Großherzogliche Naturalienkabinett die Oberaufsicht führte. Verborgen in den Magazinen finden sich große und kleine Schätze.

Ein Blick in das Maul eines Breitmaulnashorns, auf die Kaufflächen seiner Backenzähne, verrät so manches über biologische Anpassungen an Lebensweise und Ernährung. Wer täglich bis zu 70 kg Gras frisst, braucht Zähne mit scharfen Kanten, die sich selbst nachschleifen. Aber sind diese verschlungenen Formen nicht gleichzeitig auch schön? Schneidezähne und Eckzähne haben Nashörner übrigens nicht.      

Zum Phyletischen Museum

Faszinierende Detailaufnahme eines Breitmaulnashorns mit markanten, komplexen Zahnstrukturen.

Foto: Manuela Schmidt

Phyletisches Museum

Vor dem Neutor 1
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Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag
9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage
10:00 – 16:00 Uhr

Woraus besteht eigentlich unsere Erde? Keine Reise zum Mittelpunkt derselben, sondern ein Besuch in der 1779 gegründeten Mineralogischen Sammlung kann Aufklärung geben! Diese Jenaer Sammlung gehört nicht nur zu den ältesten und größten Universitätssammlungen Deutschlands; hier wurde 1797 die erste rein geowissenschaftliche Gesellschaft der Welt gegründet; deren Bestand ist in der heutigen Sammlung integriert.

Im Systematikraum zeigt sich die ganze Pracht an Farben und Formen der Minerale. Stücke aus der Region um Jena, ein Kabinett mit ultraviolettem Licht und eine beachtliche Zahl an Meteoriten und Tektiten gehören ebenso wie von J.W. v. Goethe geschenkte Exponate zu den Beständen der Dauerausstellung. Diese wird durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt und im Außenbereich durch einen Gesteinsgarten
abgerundet.

Zur Mineralogischen Sammlung

Mineralogische Sammlung

Sellierstraße 6
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Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag: 13–17 Uhr
Sonntag: 13–17 Uhr (nach Vorankündigung)
sowie nach Vereinbarung

Die Anatomische Sammlung

Mehrere Glasträger mit mikroskopischen Schnittpräparaten aus dem Jahr 1903/04 liegen nebeneinander.

Foto: Ulrike Lötzsch

Die Anatomische Sammlung geht auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück und ist in den historisch ältesten Räumen der Universität, dem Collegium Jenense, untergebracht. Besonders die Zwischenkiefer-Präparate Johann Wolfgang von Goethes zeigen ihre wissenschafts- und kulturgeschichtliche Bedeutung.

In der öffentlich zugänglichen Ausstellung wird die Faszination des menschlichen Körpers auch für Laien erfahrbar. Kunstvolle Präparate und verständliche Modelle vermitteln die Grundlagen der Anatomie und bieten spannende Einblicke in das Körperinnere. Außerhalb der wöchentlichen Öffnungszeiten können Führungen für Gruppen gebucht werden.

Zur Anatomischen SammlungExterner Link

Anatomische Sammlung

Teichgraben 7
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Öffnungszeiten:
mittwochs 14:00 – 17:00 Uhr
samstags 10:00 – 13:00 Uhr
nicht geöffnet an Feiertagen

Kinder unter 12 Jahren nur in Begleitung von Erwachsenen. Führungen für Schulklassen und Gruppen nach Vereinbarung und nur außerhalb der Öffnungszeiten.

Information

Der Kalender wurde in zwei verschiedenen Größen (100 x 70,7 cm und 70,7 x 50 cm) Kohlenstoffdioxid-neutral produziert. Er ist für dienstliche Zwecke/Diensträume kostenfrei im Uni-Shop erhältlich und wird per Hauspost versendet. Hier finden Sie das Produkt im Uni-ShopExterner Link

Bereich Marketing und Veranstaltungen

Zwätzengasse 3
07743 Jena

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