Individualisierte Musik für Menschen mit Demenz

Ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung Klinisch-psychologische Intervention

Glückliches Musikhören.

Foto: René Schwerdtel (Kummerfeldt-Stiftung & Diakoniestiftung Thüringen)
Glückliches Musikhören.

Das Konzept "Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz"

  • Schulungen für Pflegeeinrichtungen

    Pflegeeinrichtungen, die Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz langfristig in ihren Pflegealltag einbinden möchten., werden kostenfrei von uns geschult und begleitet.

    MP3-Player und Kopfhörer auf einem Klavier.
    Foto: René Schwerdtel
  • Ehrenamtliche Musikbegleiter/innen

    Als Musikbegleiter/in ermöglichen Sie Menschen mit Demenz in einer Pflegeeinrichtung einen besonderen Zugang zu ihrer Lebensgeschichte: durch Musik, die ihnen etwas bedeutet.

    Ehrenamtliche Musikbegleiterin.
    Foto: René Schwerdtel
  • Unsere Forschung

    Erfahren Sie mehr über unsere Forschungsprojekte zu "Individualisierter Musik für Menschen mit Demenz"

    Dokumentation der Musikintervention
    Foto: Sami Durani

Aktuelle Termine

  • 19. November 2026 · 17 – 18 Uhr
    19. November 2026 17 – 18 Uhr
    Info-Austausch-Runde für interessierte ehrenamtliche "Musikbegleiter/innen" in der Heygestiftung (Schubertstraße 27, 99423 Weimar)
  • 9. Dezember 2026 · 18 – 19 Uhr
    9. Dezember 2026 18 – 19 Uhr
    Online-Info-Runde für Interessierte am Konzept "Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz" via Zoom
  • 14. Januar 2027 · 17 – 18 Uhr
    14. Januar 2027 17 – 18 Uhr
    Online-Info-Runde für Interessierte am Konzept "Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz" via Zoom

Aktuelles aus unserer Arbeit

  1. Fachtagung "Musik & Demenz"

    Am 24. Juni 2026 fand die Abschlusstagung zum IMuD-App-Projekt in der Marie-Seebach-Stiftung statt.

    Die Referentinnen und Referenten der Tagung.
    Foto: © Bernd Lindig
  2. Neues Projekt "Musik & Demenz"

    Im Frühjahr 2026 startete ein bundesweites Projekt zur Verstetigung des individualisierten Musikhörens für Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen.

    MP3-Player und Kopfhörer auf einem Klavier.
    Foto: René Schwerdtel
  3. Fotoausstellung "Musik & Demenz"

    In Zusammenarbeit mit der Kummerfeldt Stiftung und der Diakoniestiftung Thüringen entstanden berührende Collagen von Menschen mit Demenz und Ihrer Lieblingsmusik.

    Eine Dame betrachtet die Fotoausstellung.
    Foto: © René Schwerdtel, Kummerfeldt Stiftung
  4. Zu Gast auf der Altenpflegemesse 2026

    Das Musikprojekt der Universität Jena durfte sich in diesem Jahr auf der Altenpflegemesse in Essen präsentieren!

    Der Eingang zur Messehalle in Essen.
    Foto: Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung / René Schwerdtel
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Warum individualisierte Musik für Menschen mit Demenz?

Musikbiografie

Foto: Madeleine Helbig

Für Menschen mit Demenz verändert sich das Leben im Verlauf ihrer Erkrankung grundlegend. Die Unterstützung durch betreuende Personen nimmt eine große Rolle im Alltag ein. Mit dem schleichenden Verlust von Fähigkeiten zurecht zu kommen, ist eine große Herausforderung und kann dazu führen, dass sich Betroffene verstärkt zurückziehen, depressive Symptome entwickeln oder sich ängstlich und unruhig fühlen.

Trotz aller Einschränkungen bleibt die Fähigkeit erhalten, zu genießen, sich zu erfreuen und wohlzufühlen. Es gilt Aktivitäten zu finden, die die Lebensqualität von Menschen mit Demenz aufrechterhalten und verbessern. Hierbei ist Musik von großer Bedeutung - als nicht-medikamentöse Intervention ohne Nebenwirkungen. Durch sie können Genussmomente geschaffen, wohltuende Beschäftigungen gefunden oder ein Zugang zur eigenen Identität zu erhalten werden.

Unter dem Hören „individualisierter Musik“ verstehen wir das regelmäßige Abspielen der persönlichen Lieblingsmusik einer Person über Kopfhörer, die in Form einer Playlist individuell zusammengestellt wird. Grundlage dafür sind die musikalischen Präferenzen und biografischen Erfahrungen der jeweiligen Person.

Wirkung von individualisierter Musik

Erinnern Sie sich an die Lieder ihrer Jugend?
Welche Musik hat Sie im Laufe des Lebens begleitet?

Musik ist ein wichtiger Bestandteil unserer Biografie und wird im Gehirn an Orten des Langzeitgedächtnisses gespeichert, die von einer Demenz weniger stark betroffen sind. Durch bestimmte Melodien können plötzlich lange zurückliegende Ereignisse, Liedtexte, Gesichter und Geschichten hervorgerufen werden. Genau diese Erinnerungsfähigkeit beim Hören von Musik ist auch bei Menschen mit Demenz noch lange erhalten.

Mit dieser Musikintervention suchen wir genau jene Musik, die im Leben der Person vor der Erkrankung bedeutsam war und mit positiven Erfahrungen und Gefühlen verbunden ist. In Fragebögen oder Interviews erheben wir die Musikbiografie und erstellen mehrere individuelle Musiklisten. Dabei fragen wir beispielsweise nach Lieblingsliedern und Lieblingskünstler*innen, aber auch, welche Musik auf besonderen Ereignissen wie beispielsweise Familienfeiern gehört wurde.

Diese Playlist des Lebens kann eine besondere Wirkung auf Menschen mit Demenz haben. Durch die individualisierte Musikintervention konnten wir bereits eine verbesserte Lebensqualität, verringertes herausforderndes Verhalten sowie eine verstärkte soziale Teilhabe der Menschen mit Demenz beobachten.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!

Projektteam "Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz" (Abteilung Klinisch-psychologische Intervention)

Humboldtstraße 11
07743 Jena

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