Die Forderung nach inklusiver Bildung und die zunehmende Digitalisierung verlangen Lehramtsstudierenden ab, nach Studienabschluss in der Lage zu sein, als Teil eines multiprofessionellen Teams agieren sowie Unterricht in einer digitalisierten Schulrealität gestalten zu können (KMK 2015, 2017, 2021). Hinzu kommen „neue“ Erziehungs- und Beratungsaufgaben, welche durch die digitalisierte Lebenswelt in die Schulen dringen. Ohne Frage ist dies anspruchsvoll und bestehende Curricula zahlen z.T. unzureichend auf das erweiterte Kompetenzprofil der Lehrkräfte ein. Aus diesem Grund sind Studierende aufgefordert, bereits frühzeitig auf die Anforderungen zu reagieren, welche sich ihnen als künftige Lehrkräfte stellen werden.
Das Projekt DiSl möchte im Rahmen des Selbststudiums Angebote machen, mit denen Wissenslücken autonom von den Studierenden erkannt und selbständig geschlossen werden können. Wir legen hierbei zwei spezifische Lesarten der Begriffe Profession und Professionalisierung an:
- Die Profession der Lehrkraft wird als lernende Profession verstanden, die sich durch einen hohen Grad an Eigenständigkeit, Verantwortung und Entwicklungsfähigkeit auszeichnet.
(Berkemeyer und Mende, 2018, S. 145)
- Der Begriff der „Professionalisierung“ wird als institutionell gestützte Selbsterziehung gedeutet.
(Bauer, 1998, S. 343).
DiSl versteht sich demnach als ein freiwilliges Zusatzangebot für Lehramtsstudierende zur selbstständigen Auseinandersetzung mit aktuellen Problemfeldern im Schulalltag.