Call for Papers

3. Tagung der AG Beratungsforschung; 16. bis 17.10.2026 | Veranstaltungsort: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Empiriebezogene Perspektiven auf Formen/Formate/Medialitäten von Beratung

Beratung wird in unterschiedlichen Formaten angeboten und praktiziert: Als Einzel-, Paar-, Gruppen- oder Organisationsberatung. Sie findet mit unterschiedlicher Methodik und Medialität, digital oder analog, schriftlich oder mündlich und auf
unterschiedlichen Formalisierungsniveaus (z.B. Tür und Angel-Gespräche) statt. In zeitgeschichtlicher Perspektive lässt sich eine starke Ausdifferenzierung an Formen, Formaten und Medialitäten der Beratung konstatieren ebenso wie an Spielräumen für
bestimmte Beratungspraktiken.

Nachdem sich vorangegangene Tagungen der AG-Beratungsforschung mit empirischen Zugängen und theoretischen Fundierungen von Beratung beschäftigt hatten, widmet sich die dritte Tagung der Vielfalt unterschiedlicher Beratungsformen und ihrer jeweiligen Eigenlogiken. Dabei wird vorausgesetzt, dass Formen oder Formate einerseits als konstitutive Bedingung für Beratungspraktiken betrachtet werden können. Andererseits werden Formate im Kontext von Beratungspraktiken
unterschiedlich ‚formiert‘, ausgelegt und genutzt. Hier zeigt sich ein wichtiger Ansatzpunkt für eine empirische Forschung, die solche Prozesse untersucht und reflektiert. Ins Zentrum rücken ferner die Bedingungen unter denen beraten wird.
Faktoren wie Raum, Zeit, Medialität und Atmosphäre beeinflussen das Beratungsgeschehen und seine Wahrnehmung. Schließlich ist die Vielfalt medialer Eigenlogiken zu reflektieren in denen sich Beratung mündlich oder schriftlich, digital
oder analog vollzieht.

Die diesjährige Tagung findet vom 16. bis 17.10.2026 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt und bietet einen Rahmen, um über die Bedeutung von Formen, Formaten und Medialität in der Beratung zu diskutieren.
Erwünscht sind Beiträge zu folgenden Themen: Wo liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Beratungsformaten? Wie verbindlich sind diese Formate? Wo werden Formate herausgefordert, wo kommt es zu Brüchen? Inwiefern lassen sich Formen, Formate und Medialitäten als unhintergehbare Bedingung oder als Gestaltungsressource im Beratungsprozess thematisieren? Welche Eigenlogiken gehen mit der unterschiedlichen medialen Verfasstheit von Beratung einher? Welche
Bedeutung hat die Standardisierung angesichts der zunehmenden Ausdifferenzierung von Beratungsformaten? In welcher Weise wird Offenheit und Exploration durch Formate gestützt oder behindert?
Das Ziel der Tagung besteht darin, in einen wechselseitigen interdisziplinären Austausch über Diskurse zu und die praktische Ausgestaltung von Formen, Formaten und Medialitäten der Beratung einzutreten.

Erbeten werden Einreichungen, die einen eigenständigen theoretischen oder konzeptionellen Beitrag zur Beratungsforschung leisten und/oder methodologische/methodische Impulse zur Theoretisierung empirischer
Fragestellungen liefern.

Einreichungen (1.500 Zeichen) können bis zum 15.05.2026 in elektronischer Form an
beratungstagung2026@uni-jena.de erfolgen.

Es stehen zwei Formate zur Verfügung:
• Vorträge (30 Minuten und 15 Minuten Diskussion)
• Posterpräsentationen (Work in Progress/Design/erste Schritte)

Im Anschluss an die Tagung soll eine gemeinsame Publikation entstehen.

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