Psychotherapeutische Unterstützung für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz (AnDem-RoSe)
Ein Projekt der Abteilung Klinisch-psychologische Intervention an der Friederich-Schiller Universität Jena und ihrer Konsortialpartner, gefördert durch den Gemeinsamen Bundesausschuss
AnDem-RoSe
Foto: Klaus Pfeiffer
Immer mehr Angehörige begleiten Menschen mit Demenz im häuslichen Alltag und übernehmen dabei einen unverzichtbaren Teil der Pflege und Betreuung. Die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz kann viele unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen. Angehörige unterstützen nicht nur im Alltag, sondern erleben häufig auch Unruhe, Verunsicherung oder andere starke emotionale Reaktionen der Betroffenen mit. Gleichzeitig müssen sie mit eigenen Gefühlen von Trauer und Sorge aufgrund des schrittweisen Verlusts vertrauter Gemeinsamkeiten umgehen. Dabei bleibt für Angehörige wenig Zeit, sich eigenen Bedürfnissen und Interessen zuzuwenden und für einen Ausgleich zu sorgen. Über kurz oder lang kann diese körperliche und psychische Belastung Spuren hinterlassen. Nicht selten berichten Angehörige von Menschen mit Demenz von Erschöpfung, Depressions- und Angstsymptomen.
Projektlogo AnDem-RoSe
Foto: Klaus PfeifferDas Projekt AnDem-RoSe möchte belasteten Angehörigen, die Menschen mit Demenz zuhause pflegen, eine Unterstützung anbieten. Im Rahmen psychotherapeutischer Gespräche per Telefon oder Videotelefonie sollen Angehörige die Möglichkeit erhalten, Entlastung zu erfahren und hilfreiche Strategien für die Bewältigung des Pflegealltags zu entwickeln.
Wenn Sie näheres zur Studie und zu einer möglichen Teilnahme erfahren möchten, dann klicken Sie hier.
Die Begleitung eines an Demenz erkrankten Menschen erfordert Kraft, Geduld und großes Engagement. Pflegende Angehörige leisten tagtäglich Enormes und stellen dabei die eigenen Bedürfnisse oft zurück. Mit dieser Studie möchten wir dazu beitragen, Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige weiterzuentwickeln.
Gabriele Wilz & Klaus Pfeiffer, Studienleitung
Menschen mit Demenz werden zum überwiegenden Teil von ihren An- und Zugehörigen begleitet, betreut, gepflegt. Diese Angehörigen sind der wichtigste Halt für die erkrankten Personen. Begleitung und Pflege sind dabei kein Sprint, sondern ein Marathon. Dafür haben die Angehörigen nicht nur unsere Anerkennung und Wertschätzung verdient, sondern jedwede Unterstützung, die sie benötigen.
Saskia Weiß, Geschäftsführerin Deutsche Alzheimergesellschaft
Fast 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut – einen großen Teil davon übernehmen pflegende Angehörige. Neben der körperlichen Belastung ist dies auch eine mentale Herausforderung, für die sie dringend Unterstützung benötigen
Alexandra Kist, Geschäftsbereichsleiterin Pflege bei der AOK Bayern
Dieses Projekt wird gefördert durch den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss. Wenn Sie das Konsortium und die Kooperationspartner des Projekts näher kennenlernen möchten, dann klicken Sie hier.