Implementation und Verstetigung der Musikintervention
„Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz: Implementation und Verstetigung von individualisierter Musik in Pflegeeinrichtungen“ (2026-2029)
Lieblingsmusik zum Tanzen.
Foto: René Schwerdtel (Kummerfeldt-Stiftung & Diakoniestiftung Thüringen)
Unsere Vorprojekte zeigten die positive Wirksamkeit und Umsetzbarkeit der Musikintervention „Individualisierte Musik für Menschen mit Demenz“ sowohl im häuslichen als auch im stationären Pflegesetting. Aus diesen Erfahrungen entstand ein Schulungskonzept.
Im aktuellen Projekt stehen die Implementierung und langfristige Fortführung der Musikintervention in Pflegeeinrichtungen im Fokus. Das Projekt wird von der Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung gefördert.
Hinweis
Sie können sich vorstellen, mit Ihrer Pflegeeinrichtung an unserer aktuellen Studie teilzunehmen?
In diesem Online-Formular haben Sie die Möglichkeit, Angaben zu Ihrer Einrichtung zu machen. Uns interessiert unter anderem, welche Strukturen die interessierten Einrichtungen bundesweit mitbringen. Ihre Angaben sind unverbindlich. Bitte beachten Sie, dass eine Interessenbekundung noch keine Zusage für die Teilnahme an der Studie bedeutet.
Ziele des Projektes
In unserem aktuellen Forschungsprojekt wird diese Musikintervention für Menschen mit Demenz bundesweit in ausgewählten Pflegeeinrichtungen eingeführt und verstetigt. Dabei stehen drei Schwerpunkte im Mittelpunkt:
Teilnehmende Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland werden über einen Zeitraum von jeweils etwa vier Monaten von unserem Projektteam bei der Umsetzung und Verstetigung der Musikintervention professionell begleitet. Neben einer fachlichen Schulung der Einrichtung umfasst das Forschungsprojekt auch eine flexible Anpassung des Konzeptes an die Bedingungen vor Ort. Die Implementierung der Musikintervention in den Einrichtungen erfolgt zwischen August 2026 und September 2028.
Alle Schritte des Projekts werden sorgfältig wissenschaftlich begleitet. Dazu gehören Interviews mit Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen sowie Befragungen zur Schulung, Umsetzung und Wirkung der Musikangebote.
Wir suchen Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland, die Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz langfristig in ihren Pflegealltag einbinden möchten. Die Teilnahme an der Studie ist kostenfrei.
In diesem Online-Formular haben Sie die Möglichkeit, Angaben zu Ihrer Einrichtung zu machen. Uns interessiert unter anderem, welche Strukturen die interessierten Einrichtungen bundesweit mitbringen.
Foto: René Schwerdtel
Das Wichtigste zur Teilnahme (FAQ)
Welche Voraussetzungen muss eine Pflegeeinrichtung zur Studienteilnahme erfüllen?
Für die Studienteilnahme ist es wichtig, dass die Einrichtung die individualisierte Musikintervention langfristig im Pflegealltag etablieren möchte.
Es ist hilfreich, eine feste Ansprechperson für die Studienumsetzung festzulegen.
Von der Einrichtung selbst ausgewählte Personen bilden ein Team, welches an der Schulung sowie an den Erhebungen während der Studienlaufzeit teilnimmt. Diese Personen können in der Betreuung, Pflege oder Leitung tätig oder auch Angehörige von Menschen mit Demenz sowie Ehrenamtliche sein. Dieses Team kann durch weitere ehrenamtlich tätige Personen ergänzt werden.
Muss eine Einrichtung selbst Ehrenamtliche für die Umsetzung der Musikintervention gewinnen?
Bestehende ehrenamtliche Strukturen in den Pflegeheimen sollen aktiv in die Studienumsetzung eingebunden werden. Zusätzlich möchten wir – wenn sinnvoll – auch regionale Ehrenamtsstrukturen einbeziehen, um weitere Engagierte für eine nachhaltige Umsetzung der Musikintervention zu gewinnen.
Ist die Studienteilnahme kostenfrei?
Ja, die Teilnahme an der Studie ist für Pflegeeinrichtungen und Ehrenamtliche kostenfrei. Bei der gewünschten Fortführung der Intervention nach Abschluss der Studienlaufzeit könnten langfristig Kosten auf eine Einrichtung zukommen. Die Studie soll dazu dienen, sämtliche Optionen abzuwägen und einen optimalen Weg der Verstetigung zu finden.
Kann die Musikintervention als Gruppenangebot in der Einrichtung etabliert werden?
Die individualisierte Musikhörintervention für Menschen mit Demenz ist so konzipiert, dass eine Person eine für sie abgestimmte Playlist über Kopfhörer hört. Wir haben mitunter positive Erfahrungen gesammelt, wenn Menschen mit Demenz beim individuellen Hören in Gemeinschaft sitzen. Die Studie umfasst allerdings kein gemeinsames Musikhören über Lautsprecher oder gemeinsames Singen.
Wie lange dauert die Studie?
Eine Pflegeeinrichtung wird für ca. 4 Monate vom Studienteam der Uni Jena bei der Umsetzung der Musikintervention begleitet. Im Zeitraum von rund 2 Jahren (August 2026 bis Juni 2028) erfolgt die Implementierung nacheinander in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen.
Ist die Musikintervention nur für Menschen mit Demenz ausgelegt?
Im Rahmen unserer Forschungsprojekte haben wir diese Musikintervention ausschließlich für Menschen mit Demenz (unterschiedlicher Schweregrade) konzipiert und evaluiert. Für unsere Studie ist es wichtig, dass die Intervention mit Menschen mit Demenz umgesetzt wird.
Führt das Studienteam der Uni Jena die Musikintervention durch?
Die tatsächliche Umsetzung des Musikintervention erfolgt ausschließlich durch das Personal und die ehrenamtlichen Personen in den Einrichtungen. Das Studienteam der Uni Jena begleitet die teilnehmenden Pflegeeinrichtungen während der Implementierung. Diese Begleitung umfasst eine professionelle Schulung zum Studienstart, eine gemeinsame Vorbereitung für optimale Ausgangsbedingungen, die Möglichkeit für regelmäßige Supervision und Erfahrungsaustausch.
Abbildungen: René Schwerdtel (Kummerfeldt-Stiftung & Diakoniestiftung Thüringen)
Sie haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!
Projektteam "Lieblingsmusik für Menschen mit Demenz" (Abteilung Klinisch-psychologische Intervention)
Dieses Projekt wird gefördert durch die "Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung"
Logo der Edgar und Nina Kummfeldt Stiftung
Abbildung: Kummerfeldt Stiftung
Laufzeit: 02/2026 - 01/2029
Fördersumme: 552.929 €
Die Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung unterstützt bürgerliches Engagement, das einer Vereinsamung alter Menschen entgegenwirkt und deren soziale Integration stärkt. Sie setzt sich für den Verbleib der Menschen in ihrem sozialen Umfeld ein, solange es irgendwie geht.