Projekte
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Unsere zentralen Forschungsthemen
Geförderte Forschungsprojekte
#Technologischer Wandel, Digitalisierung und Informationsgesellschaft
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) – WaWasI: Bewertung und Akzeptanz von Wasserverbrauch im Kontext wasserintensiver Industrie und Energieerzeugung
Leitung: Dr. Diana Lindner
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dr. Diana Lindner, Magdalena Riedl
Förderung: BMFTR
Laufzeit: 01.04.2026-31.03.2029
Das ThWIC-Projekt WaWasI ermöglicht künftig nachhaltige Standortentscheidungen für den Aufbau grüner Wasserstoffinfrastrukturen mit besonderem Fokus auf verfügbare Wasserressourcen.
Die Wasserstoffproduktion gilt als Schlüsseltechnologie der Energiewende in Deutschland. Gleichzeitig benötigt sie große Mengen Wasser. Besonders in Regionen mit begrenzten Wasserressourcen kann dies zu Nutzungskonflikten mit Industrie, Landwirtschaft oder der Trinkwasserversorgung führen. Für den Ausbau einer Wasserstoffwirtschaft sind daher fundierte Planungsgrundlagen erforderlich, die Wasserverfügbarkeit, Umweltaspekte und gesellschaftliche Anforderungen gemeinsam berücksichtigen.
Hier setzt das ThWIC-Projekt WaWasI an. Ziel ist die Entwicklung einer integrierten Potenzialanalyse für den Aufbau grüner Wasserstoffinfrastrukturen unter besonderer Berücksichtigung von Wasserressourcen sowie naturräumlichen, regulatorischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dazu werden an Modellstandorten mit Chemieindustrie in Thüringen (Bad Salzungen, Bad Köstritz) und Sachsen-Anhalt (Bitterfeld-Wolfen) lokale Planungs- und Abstimmungsprozesse untersucht.
Auf dieser Grundlage entsteht ein digitales Bewertungstool, das Daten zu Wasserressourcen mit technischen, ökologischen und sozialen Indikatoren verknüpft und so fundierte Entscheidungen für nachhaltige Wasserstoffstandorte unterstützt.
WaWasI trägt damit dazu bei, Wasserressourcen bei der Planung von Wasserstoffinfrastrukturen systematisch zu berücksichtigen und Nutzungskonflikte frühzeitig zu vermeiden.
Homepage des Clusters: https://www.thwic.uni-jena.de/4026/wawasi
Beteiligte Partner :
EurA AGExterner Link
design:lab weimar GmbHExterner Link
SMA Development GmbHExterner Link
Triveda GmbHExterner Link#Sozial-ökologische Transformation und (Post-)Wachstumsgesellschaften
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) - LitLab: Water Literacy Lab
Leitung: Prof. Dr. Stephan Lorenz
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Prof. Dr. Stephan Lorenz, Dr. Karsten Gäbler
Förderung: BMFTR
Laufzeit: 01.04.2026-31.03.2029
Das ThWIC-Projekt Water Literacy Lab (LitLab) fördert den Austausch und die Zusammenarbeit des Clusters mit Wissenschaft und Technologieentwicklung, Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen.
Deutschland galt lange als wasserreiches Land. Doch durch den Klimawandel und voranschreitende Gewässerbelastungen gewinnen Fragen nach der Verfügbarkeit und Qualität von Wasser an Relevanz. Deshalb ist das öffentliche Interesse an diesen Themen in den letzten Jahren gewachsen. Fachverbände, Wissenschaft und Politik und betonen die Bedeutung einer stärkeren gesellschaftlichen Sensibilisierung für Wasserfragen.
Ziel des ThWIC-Projekts ist es, die sozialwissenschaftliche Expertise des Clusters auszubauen und Wasser als öffentliche Angelegenheit – das heißt als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – zu thematisieren. Dafür werden die Perspektiven möglichst verschiedener Stakeholder einbezogen und über den Aufbau einer organisatorischen Struktur werden Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit vernetzt. Öffentliche Debatten werden analysiert sowie neue Dialog- und Transferformate entwickelt.
LitLab fördert damit die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für Wasser, fundierte Entscheidungen und neue Kooperationen für eine nachhaltige Wasserzukunft.
Homepage des Clusters: https://www.thwic.uni-jena.de/4015/litlab
Beteiligte Partner
Thüringer Fernwasserversorgung AöRExterner Link
Zukunftsfähiges Thüringen e. V.Externer Link
Freie Universität Berlin, FB Politik- und Sozialwissenschaften, Katastrophenforschungsstelle (KFS)Externer Link
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V.Externer Link
BUND Naturschutz in Bayern e. V.Externer Link#Technologischer Wandel, Digitalisierung und Informationsgesellschaft
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) – NeRITe: Netzwerk für Regionale Innovation und Technologietransfer
Leitung: Dr. Peter Schulz
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dr. Peter Schulz, Sarah Christel
Förderung: BMFTR
Laufzeit: 01.04.2026-31.03.2029
Das ThWIC-Projekt NeRITe stärkt die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren, um Innovationen im Bereich Wasseranalyse, -behandlung und -management gezielt voranzubringen.
Für einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser sind neue Technologien und Konzepte erforderlich. Diese entstehen jedoch nur, wenn unterschiedliche Akteure bereit sind, ihr Wissen zu teilen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und über Fach- und Organisationsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Gerade hier bestehen in der Praxis häufig Hürden, etwa durch unterschiedliche Arbeitsweisen oder fehlende Austauschformate.
Hier setzt das ThWIC-Projekt NeRITe an. Ziel ist die Entwicklung passgenauer Transfer- und Netzwerkformate, die gezielt auf die Bedürfnisse von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Partnern zugeschnitten sind. Dazu werden verschiedene Veranstaltungs- und Workshopformate konzipiert, erprobt, sozialwissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt. Ergänzend entstehen eine Toolbox für Transferformate sowie eine digitale Matchmaking-Plattform zur gezielten Vernetzung von Akteuren.
NeRITe trägt damit dazu bei, Kooperationen zu erleichtern und Innovationsprozesse im Bereich nachhaltiger Wassertechnologien wirksam zu unterstützen.
Website des Clusters: https://www.thwic.uni-jena.de/4048/nerite
Beteiligte Partner :
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTSExterner Link
SpectroNet c/o Technologie- und Innovationspark Jena GmbHExterner Link
PIC – Pi Innovation Culture GmbHExterner Link#Forschung, Naturverhältnisse, Innovationen
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) – Soziologische Beteiligung in Komplexprojekten BeWaRe, IWIP und PiMoAb
Leitung: Dr. Peter Schulz
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Sarah Christel, Laura Künzel
Förderung: BMFTR
Laufzeit: 01.04.2026-31.03.2029
In den drei Standortbezogenen Komplexprojekten BeWaRe, IWIP und PiMoAb, in denen in verschiedenen Branchen Herausforderungen der Wasserreinigung und -aufbereitung technologisch innovativ gelöst werden, um eine zukunftssichere Wasserversorgung sichtzustellen, sind neben Naturwissenschaftler/innen der FSU, Forscher/innen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Akteure aus Unternehmen auch Soziologinnen beteiligt.
Website der Projekte des Cluster
BeWaRe: https://www.thwic.uni-jena.de/4004/beware
IWIP: https://www.thwic.uni-jena.de/3993/iwip
PiMoAb: https://www.thwic.uni-jena.de/4037/pimoab#Ungleichheit, Klassen- und Eigentumsverhältnisse
Eigentum an Hochschulen: Deutschland, Brasilien, Vereinigtes Königreich
Leitung: Prof. Dr. Tilman Reitz, Dr. Sebastian Sevignani
Mitarbeiter/innen: Marlen van den Ecker
Förderung: DFG, Teilprojekt im Sonderfroschungsbereich 294 "Strukturwandel des Eigentums"
Laufzeit: 01.01.2025-31.12.2028
Seit gut 25 Jahren wird über „akademischen Kapitalismus“ diskutiert. Dennoch sind Hochschulen in vielen Ländern öffentliche, staatlich (oder philanthropisch) subventionierte Einrichtungen geblieben. Allerdings haben auch an öffentlichen und nicht profitorientierten Hochschulen strategische Neuausrichtungen stattgefunden, die die Eigentumsverhältnisse verändern. So wurde vielerorts die Autonomie in der Bewirtschaftung universitärer Ressourcen erhöht. Vermögen und Personalbudgets werden in vielen Hochschulsystemen zunehmend nach privatwirtschaftlichen Mustern verwaltet, die Einnahmen durch Studiengebühren und die Verwertung von Forschungsergebnissen werden gesteigert, und staatliche Gelder werden vermehrt wettbewerbsbasiert vergeben. Daraus ergibt sich die Frage, wem mittlerweile die Einrichtungen und das akademisch hervorgebrachte Wissen gehören. Zugleich bleibt zu klären, ob unterschiedliche akademische Eigentumsformen funktional äquivalente Rollen spielen – wenn etwa in einigen Ländern staatliche Trägerschaft von Hochschulen dominiert, während sie sich in anderen überwiegend durch z.T. staatlich subventionierte Studiengebühren finanzieren. Somit bleibt offen, ob sich mit unterschiedlichen nationalen Strategien divergente wissenskapitalistische Ordnungen entwickeln.
Weitere Informationen: https://sfb294-eigentum.de/de/teilprojekte-alt/eigentum-an-hochschulen/#projektbeschreibungExterner Link
#Sozial-ökologische Transformationen und (Post-)Wachstumsgesellschaften
Eigentum als Weltbeziehung: Verfügen, sorgen, nutzen: Eine vergleichende Analyse in Deutschland und China
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Dr. Jörg Oberthür
Mitarbeiter:innen: Malte Janzing, Henrike Katzer
Förderung: DFG, Teilprojekt im Sonderforschungsbereich 294 „Strukturwandel des Eigentums“
Laufzeit: 01.01.2025-31.12.2028
Das Forschungsprojekt untersucht in der zweiten Förderphase in vergleichender Absicht an konkreten Untersuchungsfeldern in Deutschland und China, 1) welche konkreten Verfügungspraktiken und Rechtebündel sich in den drei genannten Feldern (Leasing, Sharing, Genossenschaften) herausbilden, 2) mit welchen Sorgepflichten und -orientierungen sie jeweils verknüpft sind und 3) welche Differenzen sich hier aufgrund der kulturellen und institutionellen Unterschiede zwischen den beiden Vergleichsregionen ergeben.
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Zusammenführung und Weiterentwicklung der bisherigen Projekte C01 (Herrmann-Pillath) und C06 (Rosa, Oberthür). Aus der Untersuchung von Praktiken der Sharing Economy in der ersten Förderphase entwickelte sich die Beobachtung einer umfassenden kulturellen und institutionellen Verschiebung von Praktiken und Verhältnissen des Besitzens von Gütern zu Praktiken ihrer ‚(Nur-)Nutzung‘. Zugleich zeigte sich, dass solche Verhältnisse des Nutzens ohne Eigentum in China (Shenzhen) insbesondere im Blick auf Land und Boden institutionell verbreitet und kulturell verankert sind. Zugleich lässt sich eine breit angelegte staatliche Förderung von Sharing-Praktiken konstatieren.. In beiden Projekten erwies sich darüber hinaus, dass durch die genannten Praktiken des (Nur-)Nutzens traditionell mit dem Eigentum verknüpften Bündel des Verfügens über und des Sorgetragens für Dinge aufschnüren und komplexe neue Muster an Verfügungsrechten und Sorgepflichten entstehen. Das Projekt C01 hat zur analytischen Durchdringung solcher Verhältnisse eine Theorie der „Habe“ und des „Habens“ entwickelt. Diese Bündel unterscheiden sich erheblich, je nachdem, ob die Sorge- und Nutzungsarrangements genossenschaftlich, durch kommerzielle Leasing-Arrangements oder in Institutionen der Sharing Economy organisiert sind. Wenn Eigentum grundsätzlich die soziale Funktion erfüllt, Verfügungsrechte und zugleich auch Sorgepflichten zu definieren, dann stellt sich damit die für den SFB insgesamt hochrelevante Frage, wie Verfügung und Sorge jeweils reguliert und die entsprechenden Rechte und Pflichten verteilt werden, wenn insbesondere materielle Güter (z.B. Autos, Grundstücke, Hardware, Software) nicht mehr besessen, sondern nur (temporär) genutzt werden. Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt in der zweiten Förderphase in vergleichender Absicht an konkreten Untersuchungsfeldern in Deutschland und China, 1) welche konkreten Verfügungspraktiken und Rechtebündel sich in den drei genannten Feldern (Leasing, Sharing, Genossenschaften) herausbilden, 2) mit welchen Sorgepflichten und -orientierungen sie jeweils verknüpft sind und 3) welche Differenzen sich hier aufgrund der kulturellen und institutionellen Unterschiede zwischen den beiden Vergleichsregionen ergeben. Das Forschungsvorhaben reagiert damit auch unmittelbar auf die SFB-übergreifend entwickelte These einer zunehmenden Verlängerung der Ketten zwischen Besitz und Eigentum und untersucht deren kulturelle Triebkräfte und institutionelle Konsequenzen. In seiner theoretisch-konzeptionellen Anlage folgt das Projekt einem weltbeziehungssoziologischen Ansatz, der auf die phänomenologische Analyse der Formung und Verschiebung von (eigentums- bzw. nutzungsförmig geprägten) Ding-, Sozial- und Selbstbeziehungen ausgerichtet ist, die sich durch institutionelle Veränderungen von Modi des Habens und der Habe einstellen. Methodisch greift es auf den aus der ersten Forschungsphase bewährten Ansatz der dokumentarischen Methode zurück und kombiniert infolgedessen Theoriearbeit mit Fokusgruppen und leitfadengestützten qualitativen Interviews.
Weitere Informationen: https://sfb294-eigentum.de/de/teilprojekte-alt/eigentum-als-weltbeziehung-verfugen-sorgen-nutzen/#projektbeschreibungExterner Link
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Abgeschlossene Projekte
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) - WatAs: Integratives Water-Assessment: kennzahlgestützte Bewertung des nachhaltigen Umgangs mit Wasser
Leitung: Dr. Diana Lindner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Diana Lindner
Förderung: BMBF
Laufzeit: 15.04.2023-14.04.2026
Das Forschungsvorhaben ist als Teilprojekt im Thüringer Wasserinnovationscluster angesiedelt. Es beschäftigt sich gemeinsam mit der EURA AG und der WISMUT GmbH mit kennzahlgestützten Bewertungsformen des Wasserverbrauchs. Im soziologischen Teilprojekt wird den Mitteln einer Case Study die Beteiligung von Kennzahlen am Wassermanagement einer Kommune untersucht. Dazu werden Berichte zur Sauberkeit von Trinkwasser und Fließgewässern, zum Grundwasserspiegel, Talsperrenfüllung und deren Schadstoffbelastung analysiert.
Durch Interviews und Beobachtungen von Entscheidungsprozessen soll nachvollzogen werden, anhand welcher Kennzahlen Entscheidungen zur Anpassung der Wasserinfrastruktur getroffen werden. Die so erarbeiteten Einblicke in die kommunalen Entscheidungsprozesse werden im Hinblick auf ihren Nachhaltigkeitswert beleuchtet und abschließend auf Basis des Kriteriums der Verteilungsgerechtigkeit bewertet.Homepage des Clusters: https://www.thwic.uni-jena.de/projekte/watas
Webseiten der Partner:
EURA AG: https://www.eura-ag.com/standorte/erfurt?hsLang=deExterner LinkExterner Link
WISMUT GMBH: https://www.wismut.de/de/Externer LinkExterner LinkThüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) – QuaWaKon: Quantifiziertes Wasser: Konvergenzen und Konflikte ökonomischer und technologischer Logiken bei der Integration von Wasser
Leitung: Dr. Peter Schulz
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Sarah Christel, Dr. Peter Schulz
Förderung: BMBF
Laufzeit: 15.03.2023-14.03.2026
Das Forschungsvorhaben ist als Teilprojekt im Thüringer Wasserinnovationscluster angesiedelt. Es rekonstruiert die Logiken, nach denen Wasser einerseits in technologisch-wissenschaftliche Abläufe und andererseits in ökonomische Abläufe integriert und nach welchen Kriterien es übersetzt wird. Zugrundeliegend ist dabei die Tatsache, dass beide Logiken Wasser quantifizierend abstrahieren, zugleich aber unterschiedlichen Voraussetzungen und leitenden Konzepten unterworfen sind: Das Projekt untersucht diese Logiken anhand der technologisch-wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung innerhalb der Projekte des Clusters und bei Unternehmen innerhalb wie außerhalb des Clusters.
Durch Expert*inneninterviews, Dokumentenanalyse und ethnografische Beobachtung der Forschung werden die Logiken rekonstruiert, um darauf aufbauend das Verhältnis der Logiken der Integration von Wasser in die jeweiligen (technologischen und ökonomischen) Ordnungen zueinander systematisch abzubilden, Konflikte und Konvergenzen zu identifizieren und ihre wechselseitige Beeinflussung, etwa in der Form von Patenten auf Techniken oder als Eigentum an Wasser, Wasserdaten und komplexen Datenprodukten wie lernenden Algorithmen zu erschließen.
Homepage des Clusters: https://www.thwic.uni-jena.de/projekte/quawakon
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) – WaVe: Wasserverteilungskonflikte in Deutschland
Leitung: Prof. Hartmut Rosa
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Magdalena Riedl
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.04.2023-31.03.2026
Das Forschungsvorhaben ist als Teilprojekt im Thüringer Wasserinnovationscluster angesiedelt. Das Forschungsprojekt WaVe untersucht Verteilungskonflikte bei der Wasserversorgung in Deutschland und rekonstruiert die Bedingungen und Folgen aktueller Wassermanagement-Entscheidungen. Dabei wird untersucht, wie Konflikte zwischen privat-öffentlicher und städtisch-ländlicher Wasserversorgung als soziale Praxis verlaufen und wie Positionen zur Verteilungsgerechtigkeit des Grundgutes Wasser entstehen. Mithilfe einer Case Study eines aktuellen Konfliktes in Thüringen, sollen Abläufe von Wassermanagement-Entscheidungen rekonstruiert werden. Durch leitfadengestützte Interviews und teilautomatisierte und qualitative Dokumentanalyse werden die verschiedenen Positionen und Verlauf des Konfliktes nachgezeichnet.
Homepage zum Cluster: https://www.thwic.uni-jena.de/projekte/wave
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) - HaVe: Sozial differenzierter Wasserverbrauch der Haushalte – Aktualität und Perspektiven nachhaltiger Wassernutzung
Leitung: Prof. Dr. Stephan Lorenz
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Stefan Brachat
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.04.2023-31.03.2026
Das Projekt entwirft anhand sozialwissenschaftlicher Fallstudien ein sozial differenziertes Bild der alltäglichen Wassernutzung in Haushalten. Dazu gehören ländliche und städtische Haushalte mit verschiedenen Haushaltsformen und sozialen Lebensbedingungen. Auf dieser Basis werden Potenziale für den nachhaltigen Umgang mit Wasser erschlossen. Die Studie weist über private Nutzungen hinaus. Denn die erkundeten Alltagsdeutungen können gesellschaftlich weitreichenden Einfluss nehmen. Über Konsumentscheidungen bewirken sie einen viel umfangreicheren indirekten Wasserverbrauch. Und sie können in öffentliche Kontroversen um Wassernutzungen eingehen.
Erschlossen werden in HaVe zudem technologische Unterstützungsmöglichkeiten nachhaltiger Wassernutzung einerseits, der Rückhalt für technologische Neuerungen in der Wasserversorgung andererseits. Dies befördert die transdisziplinären ThWIC-Anliegen und die Zusammenarbeit sozial- und technikwissenschaftlicher Teilprojekte. Erarbeitet werden schließlich sozial differenzierte Kommunikations- und Bildungsmöglichkeiten zu nachhaltigen Wassernutzungen.
Homepage des Clusters/Projekts: https://www.thwic.uni-jena.de/projekte/have
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) - VerNetzT: Verfahrensmodelle: Netzwerke sozial-ökologischer Transformation und sozio-technische Transdisziplinarität
Leitung: Prof. Dr. Stephan Lorenz
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Luise Butzer, Laura Künzel
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.04.2023-31.03.2026
Im Projekt werden an einem regionalen Fallbeispiel die sozio-technischen Vernetzungen der Wasserversorgung und -entsorgung erkundet. Entlang technischer Infrastrukturen werden die sozialen Netzwerke direkt und indirekt beteiligter Akteure sozialwissenschaftlich untersucht. Diese dynamischen Zusammenhänge werden sodann modellhaft aufbereitet. Einbezogen werden dafür auch politische Regulierungen, wirtschaftliche Aspekte und zivilgesellschaftliche Anliegen sowie historische Entwicklungen einerseits, neue Anforderungen gesellschaftlichen und ökologischen Wandels andererseits, insbesondere Konsequenzen des Klimawandels für die Wasserversorgung.
Erschlossen werden in VerNetzT zudem der Rückhalt für technologische Neuerungen oder auch Konfliktpotenziale in den Netzwerken der Wasserversorgung. Dies unterstützt die transdisziplinären ThWIC-Anliegen und die Zusammenarbeit sozial- und technikwissenschaftlicher Teilprojekte. Die zu entwickelnden Verfahrensmodelle sollen nachhaltige, transdisziplinäre Lernprozesse und Kooperationen befördern.
Homepage des Clusters: https://www.thwic.uni-jena.de/projekte/vernetzt
Thüringer Wasserinnovationscluster (ThWIC) - LeWa: Leben am Wasser: Gewässerverschmutzung im Globalen Süden
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Alexis Gros
Förderung: BMBF
Laufzeit: 01.04.2023-31.03.2026
Das Forschungsvorhaben ist als Teilprojekt im Thüringer Wasserinnovationscluster angesiedelt. Im Projekt LeWa werden modellhaft die sozio-kulturellen Faktoren erforscht, die zur Verschmutzung von Gewässern beitragen. Am Beispiel der Flüsse Riachuelo und Río de la Plata in Buenos Aires (Argentinien) nimmt LeWa die individuellen und institutionellen "Wasserbeziehungen" mittels qualitativer Forschungsmethoden in den Blick und rekonstruiert gesellschaftliche Wertvorstellungen in Bezug auf Wasser. Mit LeWa wird nicht nur ein besonders dramatischer Fall von Gewässerverschmutzung und gestörten (nicht-responsiven) Wasserbeziehungen empirisch untersucht – der Riachuelo gilt als "dreckigster Fluss der Welt", während es heißt, dass Buenos Aires "dem Río de la Plata den Rücken kehrt" –, sondern zugleich auch ein neues Anwendungsfeld der theoretischen Perspektive der "Soziologie der Weltbeziehung" erschlossen. Das Projekt liefert damit sozialwissenschaftliches Grundlagenwissen für die Untersuchung des nicht-nachhaltigen Umgangs mit Gewässern und trägt zum Ziel des Clusters bei, die Bewertung von Wasser auf eine neue, umfassendere Grundlage zu stellen.
Homepage zum Cluster: https://www.thwic.uni-jena.de/projekte/lewa
Dinge verfügbar machen. Eigentum als spezifische Form der Weltbeziehung
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Dr. Jörg Oberthür
Mitarbeiter:innen: PD Dr. Christoph Henning und Henrike Katzer M.A.
Förderung: DFG, Teilprojekt im Sonderforschungsbereich 294 „Strukturwandel des Eigentums“
Laufzeit: 01.01.2021-31.12.2024
Ausgangspunkt des Projekts ist die Erkenntnis, dass Eigentum für die Konstitution und Reproduktion von Ding-, Sozial- und Selbstverhältnissen eine Schlüsselposition einnimmt. Ob und inwiefern sich diese Verhältnisse aktuell durch neue Eigentumsformen und -alternativen verändern, wird im Projekt qualitativ-empirisch anhand unterschiedlicher Praktiken der Sharing Economy untersucht. Ausgehend von der Annahme, dass es sich hierbei um ein hybrides Feld mit ‚alten‘ und ‚neuen‘ Praktiken handelt, sollen im Anschluss an die Soziologie der Weltbeziehungen sowohl Transformations- als auch Reproduktionspotenziale von Eigentumsformen und -alternativen bestimmt werden.
Weitere Infos zum Projekt unter: https://sfb294-eigentum.de/de/teilprojekte/dinge-verfuegbar-machen/Externer LinkExterner Link
Geistiges Eigentum: Soziale Einbettung und funktionale Äquivalente
Leitung: Prof. Dr. Tilman Reitz, Dr. Sebastian Sevignani
Mitarbeiter/innen: Marlen van den Ecker
Förderung: DFG, Teilprojekt im Sonderfroschungsbereich 294 "Strukturwandel des Eigentums"
Laufzeit: 01.01.2021-31.12.2024
Das Teilprojekt untersucht, inwiefern in der postindustriellen Ökonomie Bedarf entsteht, das Eigentum an den öffentlichen Gütern Wissen und Information neu zu regeln. Wie werden hier problematisch gewordene Zugangsbeschränkungen durchgesetzt und gerechtfertigt? Welche Arrangements erlauben es, Wissen und Information ggf. auch ohne exklusive Eigentumsrechte zu kontrollieren und zu verwerten? Welche Konflikte entstehen, wenn wenige Akteure Gewinn aus breiten geistigen Austauschprozessen schlagen, und welche Lösungen zeichnen sich ab? Hierzu sollen in der ersten Förderphase anhand der Ökologien von Internetfirmen und Online-Gemeinschaften empirisch fundierte theoretische Antworten generiert werden.
Weitere Informationen: https://sfb294-eigentum.de/de/teilprojekte/geistiges-eigentum/#projektbeschreibungExterner Link
Stipendienbewerbung und Stipendienvergabe – Die Situation von Studierenden aus den neuen Bundesländern
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa
Mitarbeiter/innen: Dr. Peter Schulz
Förderung: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft
Laufzeit: 01.11.2020-31.01.2021
Das vermessene Leben. Produktive und kontraproduktive Folge der Quantifizierung in der digital optimierenden Gesellschaft
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Vera King (Sprecherin; Goethe-Universität & Sigmund Freud Institut Frankfurt a.M., Prof. Dr. Benigna Gerisch, International Psychoanalytic University, Klinische Psychologie und Psychoanalyse, Berlin
Mitarbeiter/innen: Dr. Diana Lindner
Förderung: VW-Stiftung in der Förderlinie "Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft"
Laufzeit: 01.02.2018-31.01.2021
weitere Infos zum Projekt unter www.ipu-berlin.deExterner LinkExterner Link und www.sigmund-freud-institut.deExterner LinkExterner Link
Sprachliche Appräsentationen materialer Zeiterfahrung. Das Verhältnis dingästhetischem und sozialem Sinn in Zeitmetaphern
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa
Projektbeteiligte: Dr. Sabine Ziegler, Seminar für Indogermanistik am Institut für Orientalistik, Indogermanistik, Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Mitarbeiter/innen: Samuel Strehle
Förderung: DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1688 "Ästhetische Eigenzeiten
Laufzeit: 01.02.2017-31.01.2020
weitere Infos zum Projekt hierExterner LinkExterner Link
DFG-Kolleg-Forschergruppe Postwachstumsgesellschaften: "Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung, Dynamik und (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften"
Antragsteller: Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stephan Lessenich, Prof. Dr. Hartmut Rosa
Geschäftsführung: Dr. Karina Becker, Wissenschaftliche Leitung; Christine Schickert, Organisatorische Leitung und Öffentlichkeitsarbeit; Ilka Scheibe, Assistentin der Geschäftsführung
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen:
Dr. Dennis Eversberg, Arbeitsschwerpunkte: Macht- und Subjektivitätsanalyse, Arbeits- und Arbeitsmarktsoziologie, politische Soziologie, Gewerkschaftsforschung, Kapitalismusforschung
Steffen Liebig, M.A., Arbeitsschwerpunkte: Wirtschaftssoziologie, Konfliktsoziologie, Kapitalismustheorie(n), Herrschaftssoziologie
Hanna Ketterer, MPhil, Arbeitsschwerpunkte: Grundeinkommensforschung, Freiwilligenforschung, Gesellschaftstheorie, Arbeitssoziologie.
Benjamin Seyd, Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Soziologie der Gefühle, Wissenssoziologie, Theorien des Politischen und der Globalisierung, PopulismusFörderung: DFG
Laufzeit: Oktober 2011 - September 2019
weiter Infos zum Projekt: www.kolleg-postwachstum.de
Aporien der Perfektionierung in der beschleunigten Moderne. Gegenwärtiger kultureller Wandel von Selbstentwürfen, Beziehungsgestaltungen und Körperpraktiken
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa,
Projektbeteiligte: Prof. Dr. Vera King, Universität Hamburg, Fachbereich für Allgemeine, Interkulturelle und International vergleichende Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Benigna Gerisch, International Psychoanalytic University, Klinische Psychologie und Psychoanalyse, Berlin
Mitarbeiter/innen: Dr. Diana LindnerFörderung: VW-Stiftung
Laufzeit: 01.12.2012-30.04.2018
Die desynchronisierte Gesellschaft - Politische Herausforderungen an den Schnittstellen des Sozialen
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa
Mitarbeiter/innen: Ulf Bohmann
Förderung: DFG
Laufzeit: 01.09.2013 - 31.10.2017
Handlungsautonomie in der Spätmoderne - subjektiver Anspruch, institutionelle DBasis und Strukturelle Dynamik einer normativen Leitidee
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa
Mitarbeiter/innen: Dr. Stefanie Börner, André Stiegler
Förderung: DFG
Laufzeit: 01.10.2012 - 30.09.2015
Bienensterben als Hyper Collapse Disorder? Prozendurale Verknüpfung von Gesellschafts- und Naturwissen
Leitung: PD Dr. Stephan Lorenz
Mitarbeiter/innen: Kerstin Stark
Förderung: VW-Stiftung
Laufzeit: 01.05.2012 - 30.04.2015
Gegenstandsauffassung, wissenschaftliches Verständnis und gesellschaftliche Selbstverortung im gesellschaftstheoretischen Diskurs der Soziologie
Leitung: Dr. Michael Beetz
Förderung: DFG
Normen- und Wertbegriffe in der Verständigung zwischen Ost- und Westeuropa
Leitung: Prof. Dr. Hartmut RosaMitarbeiter/innen: Dr. Jörg Oberthür
Förderung: VW Stiftung
Interdisziplinäres Forschungsprojekt der Volkswagen-Stiftung im Rahmen der Förderinitiative "Einheit in der Vielfalt - Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas"
Zwischen Konsumismus und 'Überflüssigkeit' - Eine prozedural-methodologische Analyse gesellschaftlichen Überflusses am Beispiel Lebensmittel
Leitung: Dr. Stephan Lorenz
Förderung: DFG
Laufzeit: 01.04.2008 - 31.03.2010
Das Projekt untersucht gesellschaftliche Überflussphänomene am Beispiel der 'Vernetzungen' von Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Lebensmittelüberfluss. Dabie wid ein eigener Forschungsansatz (prozedurale Methodologie) verfolgt und weiter entwickelt.
Spieltheorie und soziale Wirklichkeit [Lehrforschung]
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Henning Laux, M.A.
Laufzeit: 01.04.2008 bis 31.03.2009
Kontakt: henning.laux@uni-jena.de
Die Spieltheorie untersucht soziale Situationen, in denen der Handlungserfolg eines Akteurs unmittelbar von den (Re-)Aktionen anderer Akteure abhängt. Eine breitere soziologische Anverwandlung spieltheoretischer Werkzeuge steht bislang noch aus. Im Rahmen von sieben studentischen Forschungsprojekten bemühen wir uns daher um die Verknüpfung von spieltheoretisch informierten Hypothesen und sozialer Wirklichkeit.